Städte und Gemeinden fordern sich gegenseitig heraus

Eisbach-Challenge: Darum springen Bürgermeister ins kalte Wasser

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Bürgermeister Alexander Wirth sprang voraus: Nachdem die Gemeinde Wildeck sowohl von Heringen als auch von Friedewald für die „Eisbach Challenge“ nominiert wurde, stürzten sich auch hier die Mitarbeiter der Verwaltung und des Bauhofs ins kühle Nass.

Hersfeld-Rotenburg. Sind diese Bürgermeister verrückt? Immer mehr Rathaus-Chefs springen ins kalte Wasser und filmen sich dabei. Mit der „Eisbach Challenge“ sollen Spenden gesammelt werden.

Über Bayern und Thüringen ist die „Eisbach Challenge“ (Eisbach-Herausforderung) nun auch in den Landkreis Hersfeld-Rotenburg geschwappt. Wie schon bei der „Ice Bucket Challenge“, an der sich im Sommer 2014 weltweit Menschen beteiligten, geht es auch bei der „Eisbach Challenge“ darum, Spenden für einen guten Zweck zu sammeln. An der Aktion beteiligten sich bereits Philippsthal, Heringen, Friedewald und Wildeck. Ebenfalls nominiert wurden Ronshausen, Bebra und Nentershausen.

Die Gemeinden, Städte, Feuerwehren und Vereine im Landkreis fordern sich auf der Internetplattform Facebook eifrig gegenseitig dazu auf, sich an der Kampagne zu beteiligen. Der Ort für den Ausflug ins kühle Nass darf frei gewählt werden: Pool, Bach, Fluss, See, Wasserfall, Schwimmbecken oder Brunnen – Hauptsache nass.

Das Wichtigste bei der Umsetzung der „Eisbach Challenge“: Die Aktion muss gefilmt und das Video dann online veröffentlicht werden. Auch eine vorgegebene zeitliche Frist muss eingehalten werden, sonst droht eine „Strafe“: Der Herausforderer muss zum Essen eingeladen werden.

Ab ins kühle Nass

Philippsthal hat es als Erstes erwischt. Nominiert wurde die hessische Gemeinde von Dorndorf im Wartburgkreis in Thüringen. Mit dem Ort verbindet Philippsthal eine Partnerschaft. „Wir haben uns als Team gemeinsam der Herausforderung gestellt“, sagt Bürgermeister Ralf Orth. 

Mitarbeiter der Philippsthaler Gemeindeverwaltung und des Bauhofs beteiligten sich an der „Eisbach Challenge“.

Umgesetzt wurde die Aktion im Schwimmbad in Philippsthal, früh am Morgen, noch vor der Arbeit. „Das Wasser war ganz schön frisch“, erzählt Orth. Im Zuge der „Eisbach Challenge“ spendete die Gemeinde 300 Euro an das Kinder- und Jugendhospiz „Kleine Helden“ Osthessen. Philippsthal nominierte Heringen (Werra) und Friedewald für die Aktion.

Raum für kreative Ideen

„Wir konnten zu dieser Herausforderung natürlich nicht Nein sagen“, sagt Daniel Iliev, Bürgermeister von Heringen. Die Kampagne biete viel Raum für Kreativität. Die Teilnehmer wetteifern laut Iliev darum, wer die schönere Idee bei der Umsetzung hat.

Für die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung ging es deshalb ins Fritz Kunze Bad. Dort sprangen sie ins 21 Grad „kalte“ Wasser. „Es ist eine tolle Sache für den guten Zweck“, sagt Iliev. An das Tierheim im Landkreis Hersfeld Rotenburg gingen durch die Aktion 200 Euro.

Wie Bürgermeister Dirk Noll sagt, hat die Gemeinde Friedewald „todesmutig“ die Herausforderung aus Philippsthal angenommen. Die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung stürzten sich ins Becken im Wellness-Bereich von Göbels-Schlosshotel „Prinz von Hessen“. Friedewalds Bürgermeister Dirk Noll sagt: „Einige sind für die Aktion extra aus dem Urlaub zurückgekommen“. Der Verein „Medikids“ im Klinikum Bad Hersfeld darf sich über eine Spende in Höhe von 150 Euro freuen. Er setzt sich für eine kindgerechte Ausstattung der dortigen Kinderklinik ein.

Eisbach Challenge erobert Landkreis

Die „Eisbach Challenge“ zieht immer weitere Kreise. Die Gemeinde Wildeck, nominiert sowohl von Friedewald als auch von Heringen, nahm ebenfalls an der Kampagne teil. „Wir werden uns dem stellen“, sagte Bürgermeister Alexander Wirth, bevor er und seine Mitstreiter sich in den Pool stürzten.

Insgesamt 300 Euro gehen dank der Aktion an die Fördervereine der Grundschulen Obersuhl und Hönebach sowie den Förderverein der Blumensteinschule Obersuhl.

Die große Begeisterung der Kommunen führt allerdings dazu, dass Philippsthal bei der Strafzahlung leer ausging. Dort wurde vergeblich auf halbe Hähnchen und Eis gehofft.

Quelle: HNA

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