Barrierefrei und überdacht

Tag des Städtebaus am 5. Mai: Einweihung des neuen Bahnhofsvorplatzes in Bebra

Markenzeichen des neuen Bahnhofzugangs und der Bushaltestelle sind die grünen Dächer. Foto: Schankweiler-Ziermann

Bebra. Der neue Bahnhofsvorplatz in Bebra ist fast fertig, so dass in Kürze ein komplett barrierefreier Zugang von der Stadt zu den Bahnsteigen gewährleistet ist.

Das wird am Samstag, 5. Mai, mit einem Fest gefeiert, zu dem der Magistrat und der Nordhessische Verkehrsverbund NVV einladen. Offiziell eröffnet wird der Vorplatz um 11 Uhr. An den Festakt schließt sich ein buntes Programm mit Überraschungen für die Kinder und Informationen für die Erwachsenen an. Es spielt das Eisenbahn-Blasorchester Bebra.

Eine weitere Attraktion wird die Wertungsprüfung der Waldhessen-Trophy sein, so teilte Dirk Lorey von der Stadtentwicklung Bebra mit. Rund 100 Motorradfahrer testen ihre Geschicklichkeit und engagieren sich dabei zugunsten schwerkranker Kinder. Zum Tag des Städtebaus werden zudem Führungen durch das Inselgebäude angeboten.

Haus musste Platz machen: Der Baubeginn des neuen Bahnhofsvorplatzes in Bebra verzögerte sich, weil die Eigentümer des Hauses das Gebäude nicht aufgeben wollten.

Auch das neue Café am Bahnhof öffnet am 5. Mai. Mirza Fitozovic, der bereits in Melsungen einen ähnlichen Betrieb führt, stellt sich als Pächter vor. Gemeinsam mit seiner Frau wird er ab Juni in seinem Reisebüro auch die DB Agentur samt Fahrkartenverkauf und NVV-Infopoint übernehmen. Der Kiosk öffnet wochentags künftig schon um 5.30 Uhr.

Daneben gibt es ein Car-Sharing Angebot mit dem Ford-Autohaus König aus Eschwege, Fahrradstellplätze und natürlich auch ein WC.

Erste Pläne vor 20 Jahren

Der Vorplatz ist ein Baustein der Stadtsanierung II im Bereich des Bahnhofs. Schon Ende der 1990-er Jahren hatte der damalige Bauamtsleiter Manfred Klöpfel für seine Überlegungen zu einer neuen Verkehrsführung geworben: Der Südspange, die der heutigen Bahnhofsstraße zwischen Röse-Kreisel und dem Kreisel am Dänischen Bettenlager entspricht. Zu den Plänen gehörten der neue Zentrale Busbahnhof (ZOB) samt Bahnhofsvorplatz und mehreren Parkplätzen (P+R).

2012 wurden das ehemalige Zolldienstgebäude samt Fahrkartenverkauf und der Kiosk der Familie Schwalm abgerissen, ein Jahr später die bestehende Fußgängerunterführung als Bindeglied des Bahnhofvorplatzes mit dem Bahnhof verlängert.

Der Neubau der Bahnhofstraße und des Busbahnhofs folgten ab 2015. Erst nachdem ein Haus nach langem Hin und Her abgerissen war, konnten ab 2017 die Bauarbeiten für den Bahnhofsvorplatz und das Servicegebäude mit Fahrkartenverkauf und Kiosk begonnen werden.

Insgesamt kostete das Projekt Bahnhofsvorplatz laut Information seitens der Stadt Bebra rund 2,8 Millionen Euro, zwei Mio. kamen aus Fördertöpfen für Verkehrsinfrastruktur und Städtebauförderung.

Quelle: HNA

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