Eltern diskutierten mit Schulkommission

Einschulung in Nentershausen? Die Süßer wollen nicht

Argumente gegen den Planungsentwurf: Etwa 60 Eltern und Verantwortliche waren zur Informationsveranstaltung in die Sporthalle der Tannenbergschule in Nentershausen gekommen.

Nentershausen. Zum vierten Mal hatten am Montagabend Vertreter der Schulkommission zu einer Infoveranstaltung zu möglichen Änderungen an Schulstandorten im Kreis eingeladen. Dieses Mal ging es um die Tannenbergschule in Nentershausen und Kinder aus dem Ortsteil Süß.

Welche Änderung sieht der Entwurf des Schulentwicklungsplans für die Nentershäuser vor?

Bislang sind alle Kinder aus dem Nentershäuser Ortsteil Süß in der Obersuhler Schule am Rhäden eingeschult worden. Das soll sich ab dem Schuljahr 2018/19 ändern. Dann werden sie der Tannenbergschule in Nentershausen zugeordnet, um deren Fortbestand zu sichern. Perspektivisch kann dort dann wieder pro Schuljahr eine Klasse gebildet werden, was derzeit nicht der Fall ist.

Was sagen die betroffenen Eltern aus Süß dazu?

Sie lehnen die vorgeschlagene Änderung mehrheitlich ab. Neun der zwölf betroffenen Elternpaare haben der Schulkommission am Montagabend eine Stellungnahme überreicht, in der sie ihre Sichtweise begründen. Zwei Elternteile befürworten den Entwurf, eines enthielt sich. So berichteten Christoph Peters und Gerald Hosbach, zwei der Süßer Väter, die die Stellungnahme vorstellten.

Wie argumentieren die Eltern in ihrer Stellungnahme?

Ihrer Meinung nach ist die Schule in Nentershausen nicht gefährdet, weil in den kommenden Jahren auch ohne die Kinder aus Süß ausreichend Klassen gebildet werden könnten. Zudem sei der Alltag der Familien
stärker in Richtung Obersuhl ausgerichtet. Dort besuchten Kinder Vereine und Freunde. Auch die dem Rhäden benachbarte Gesamtschule sei ein großer Vorteil. „Wir wollen uns nicht verschlechtern“, sagte einer der Väter.

Stellten den Entwurf vor und sich selbst den Fragen: Die Vertreter der Schulkommission Karsten Backhaus (von links), Anja Csenar, Anita Hofmann und Landrat Dr. Michael Koch.

Was wurde noch diskutiert?

Die Eltern brachten das Thema Busverbindungen zur Sprache. Die Anbindung nach Obersuhl sei deutlich besser als die nach Nentershausen. „Wir sollten hier nicht den dritten Schritt vor dem ersten machen“, entgegnete dem Kreisausschussmitglied Karsten Backhaus. Natürlich würde eine Anpassung der Verbindungen geprüft, sollte es zu den Änderungen kommen.

Wann und wie wird über die Änderungen entschieden?

Der Kreistag wird vermutlich im Februar über die im Schulentwicklungsplan vorgeschlagenen Änderungen entscheiden.

Quelle: HNA

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