Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“

Eine Million für Rotenburg: Stadt bekommt Geld vom Bund für Innenstadtbelebung

Neue Nutzung möglich: Die Häuser Steinweg 3 und 5 sollen umgebaut werden.
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Neue Nutzung möglich: Die Häuser Steinweg 3 und 5 sollen umgebaut werden.

Das war eine schöne Überraschung für die Stadt Rotenburg und die ausführende Stadtentwicklungsgesellschaft MER: Eine Million Euro fließt ab 2022 für einem Zeitraum von drei Jahren in die Fuldastadt.

Rotenburg – Geld vom Bund, das für die Belebung der historischen Innenstadt eingesetzt werden soll. Erst Anfang November hatten die Stadtverordneten beschlossen, dass man sich um Aufnahme in das Programm bewerben sollte.

Bundestagsabgeordneter Michael Roth (SPD) hat Bürgermeister Christian Grunwald am Montag informiert, dass die Stadt ins Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ aufgenommen wurde, um den begonnenen Umgestaltungsprozess weiter voranzubringen. Ein erstes Projekt aus dem neuen Förderprogramm könnte Roth kennen: Zur Eröffnung des Steinwegs stand er mit anderen Gästen vor den Häusern 3 und 5, die zusammengelegt, mithilfe des Programms zu einem außerschulischen Lernort, einer Forscherwerkstatt ausgebaut werden könnten (wir berichteten).

Vorstellbar sei, Rotenburg als Außenort für ein Kunstprojekt der documenta zu erarbeiten

Über das Programm können Hauseigentümer für eine künftige Nutzung ihres historischen Gebäudes beraten werden – besonders, wenn es bereits von Leerstand betroffen ist. Man könnte zum Beispiel, so erklärte MER-Geschäftsführer Torben Schäfer, ein Gebäude für eine künstlerische Nutzung mit Bühne herrichten. Die Stadt darf auch, anders als bei anderen Förderprogrammen, Gebäude kaufen, verändern und wieder verkaufen – also einen Zwischenerwerb vornehmen.

Vorstellbar sei, Rotenburg als Außenort für ein Kunstprojekt der documenta zu erarbeiten und anzubieten. „Wir werden uns um Projekte und Umgestaltungen kümmern, die Besucher in die Stadt bringen, die Gäste-Frequenz also erhöhen“, sagt Schäfer. Wie das Geld eingesetzt werden kann, wird auch Thema in einem neu zu besetzenden Innenstadtbeirat. Bürgermeister Christian Grunwald ist jedenfalls hocherfreut über die Aufnahme ins Förderprogramm: „Eine Million ist kein Pappenstiel. Hier zeigt sich auch die hervorragende Arbeit der MER, die mit ihren Ideen in Berlin überzeugen konnte.“ (Silke Schäfer-Marg)

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