Urteil des Landgerichts Paderborn

Einbrecher-Duo war auch in Rotenburg aktiv: Haftstrafen für Vater und Sohn aus Göttingen

Rotenburg/Paderborn. Zwei Serieneinbrecher aus Göttingen, die auch in Rotenburg aktiv waren, sind vom Landgericht in Paderborn zu Haftstrafen verurteilt worden. Bei den Tätern handelt es sich um Vater und Sohn.

Angefangen hat es mit einem Schuhabdruck. Es endet für zwei Serieneinbrecher aus Göttingen, die auch in Rotenburg zugeschlagen hatten, mit Haftstrafen. Dank einer banalen Spur, die sie im vergangenen Herbst bei einem Einbruch im ostwestfälischen Lichtenau hinterlassen hatten, saßen sie in Paderborn auf der Anklagebank.

Am 29. November 2016 hatten Einbrecher ein Haus in Lichtenau bei Paderborn heimgesucht. Ein Schuhabdruck, den die Kripo sicherte, führte durch eine Verkettung von Zufall, akribischer Ermittlungsarbeit und Jagdeifer zu den beiden Männern, die sich jetzt vor dem Landgericht Paderborn verantworten mussten: Vater und Sohn, 49 und 33 Jahre alt. 

Beide wurden am 11. April in ihren Göttinger Wohnungen von der Polizei verhaftet, wo auch Teile der Beute sichergestellt wurden. Insgesamt wurden den beiden zehn Taten zur Last gelegt – unter anderem in Warburg, Marsberg und im Landkreis Kassel.

Das Muster war stets gleich: Fenster, Balkon- oder Terrassentür wurden aufgehebelt, Wertgegenstände und Bargeld mitgenommen. So auch einen Tag vor dem Jahreswechsel in Rotenburg in der Straße „Über dem Gericht“: Am frühen Abend stiegen die Einbrecher durch ein Fenster ein, nahmen einen PC sowie Uhren und Schmuck im Gesamtwert von 3000 Euro an sich und verschwanden.

Beide Männer nutzten die Chance, die ihnen die 1. Große Strafkammer des Landgerichts Paderborn bot: Strafnachlass bei Geständnis und Hinweisen zu den noch nicht identifizierten Mittätern. Diese lieferten sie bei weiteren Vernehmungen, so dass ein ominöser Dritter im Bunde identifiziert werden konnte. Dieser Mann soll eigentlich der Kopf der Bande gewesen sein.

Drei Jahre und neun Monate Haft

Der 33-Jährige muss wegen gemeinschaftlichen schweren Einbruchdiebstahls für drei Jahre und neun Monate hinter Gitter, wobei auch seine zahlreichen Vorstrafen eine Rolle spielen. Sein Vater kommt mit einer Haftstrafe von 25 Monaten davon, weil er meistens „nur“ gefahren war. Der 49-Jährige hatte in seinem letzten Wort deutlich gemacht, dass er seine nach einem Unfall schwerst behinderte Tochter seit 14 Jahren pflege und diese Aufgabe für seine Ehefrau alleine kaum zu bewältigen sei.

Kurios ist, wie die Kripo den beiden auf die Schliche kam. Darüber lesen Sie mehr in der gedruckten Mittwochausgabe unserer Zeitung und im E-Paper. 

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © dpa

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