Bei hochsommerlichen Temperaturen

Duckfett und Döner: Gute Laune beim Stadtfest in Bebra

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Alles was das Stadtfest-Herz begehrt: Dimitri Hausotter (von links), Claudia Weishaar und René Weishaar mit Duckfett, Weckewerk und Pommes Frites.

Auch wenn es beim Bebraer Stadtfest ganz schön heiß war, kamen die Vorführungen der in der Innenstadt auftretenden Künstler bestens an.

Bebra – Duckfett und Döner oder Schwimmbad und Baggersee? Das war am Bebraer Stadtfestwochenende die große Frage. Da es angenehm heiß war, zog es viele ins Wasser. Aber auch diejenigen, die es ins Städtchen zog, wurden angenehm unterhalten.

So verzückt man Kinderherzen: „Bett-Män“ Heinrich Häwelmann träumt sich mit seiner Frau vom Krankenhausbett in die Karibik. Fotos: Wilfried Apel

Gleich an mehreren Stellen konnten Vater, Mutter, Kind, Opa und Oma bei Mitmach-Aktionen dabei sein und Künstlern zuschauen, die ihr Bestes gaben und das Publikum mit Spaß und Akrobatik in den Bann zogen. Einer davon war Mario Richter. Aus Lindau am Bodensee (Bayern) angereist kam er mit einer großen Zauberkiste daher, aus der er alles Mögliche auspackte, um Jung und Alt mit einer poetischen Straßenshow zu erfreuen. „Bei mir geht es um das, was wirklich wichtig ist im Leben: Freunde, Liebe, Vertrauen“, betonte er immer wieder.

Bei Cato, dem Hund, ging es um die Wurst, und natürlich: Jedes Mal, wenn er ein Kunststückchen vollbracht hatte, durfte er sich einen Happen schnappen. Was ihn aber nicht davon abhielt, Herrchen Florin und Assistentin Felicitas lange auf den Sprung durch den Reifen warten zu lassen. Nett anzuschauen war die tierische Vorführung auf jeden Fall – nicht zuletzt deshalb, weil plötzlich noch ein zweiter Hund, der ziemlich kahl rasiert ausschauende, angeblich aber nicht rasierte Hippie wie „Kai aus der Kiste“ aus einem roten Stoffsack auftauchte.

Auf den Hund gekommen , nein sogar auf zwei Hunde: Hippie mit Frauchen Felicitas und Cato, de r ganz schön stur sein kann, mit Herrchen Florin.

Christoph Buchfink hatte seine Handpuppe Opa Heinrich Häwelmann mitgebracht. Der alte Knabe lag im Krankenhaus und verzückte zusammen mit seiner Frau, die unter der Krankenhaus-Bettdecke Nudelsalat machte, mit der Show „Retörn of the Bett-Män“. Akrobatisch ging es bei der Drahtseilartistin Mariann Engels zu, die den drahtigen Roland Rehm zu ihrem Ritter machte und mit dessen Hilfe auf ein vorm „be!“ gespanntes Drahtseil kletterte. Im „be!“ selbst konnte man angenehm klimatisiert Urlaubsbekleidung und Urlaubslektüre erwerben und sich erfrischen und stärken. Das war darüber hinaus an verschiedenen Bratwurstständen und an Claudia Weishaars Duckfett-Bude möglich, wo es auch Weckewerk gab.

Gina Dahmen alias Fräulein Glitzer lockte die lieben Kleinen mit tollen Tattoos und einem schnellentschlossen aufgestellten Mini-Pool, in dessen Wasser es sich herrlich plantschen ließ.

Die Erwachsenen genossen derweil am Samstagnachmittag bei schmissigen Klängen des Eisenbahn-Blasorchesters sowie am Abend bei mitreißenden Songs der „Soulbusters“ schönste Stadtfestatmosphäre, die am Sonntag mit Auftritten weiterer Gruppen gekrönt wurde.

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