Draußen arbeiten bei Dauerfrost: Bibbern in Hersfeld-Rotenburg

Trotz Kälte im Wald aktiv: Lasse Vopicka (links) und Daniel Ernst fällen Buchen bei Ronshausen. Ihre Pausen genießen die beiden bei heißem Kaffee in der geheizten mobilen Schutzhütte.

Braucht weder Kapuze noch Mütze: Elke Kirsch aus Schenklengsfeld freut sich über den Frost. „Ich finde es angenehm und manchmal muss es einfach kalt sein“, sagt sie vergnügt. Auf Wochenmärkten hat sie bei Wind und Wetter schon Brot und Käse verkauft – alles gut also. Gestern war sie nur zum Vergnügen draußen, um Kuchen für sich und eine Freundin zu holen nämlich.

Salz immer dabei: Wenn die Feuerwehr in diesen Tagen zu Löscheinsätzen gerufen wird, ist immer Streusalz mit an Bord. Denn bei Dauerfrost gefriert das Löschwasser auf den Straßen innerhalb weniger Sekunden. Auf unserem Foto streut gerade Jürgen Richter von der Bad Hersfelder Wehr nach einem Löscheinsatz die Fußgängerzone ab.

Gegen die Kälte: Über Mütze und Schal freuen sich hoffentlich auch Henner und Marie.

Zu Fuß unterwegs: Birgit Neeb, Zustellerin der Deutschen Post ist in Bad Hersfeld täglich bis zu sechs Stunden unterwegs, um Briefe auszuteilen. Dick eingemummelt trotzt sie der Kälte. In einer Thermotasche am Lenker ihres Transportwagens hat sie eine Kanne mit heißem Früchtetee.

Schweißen bei zweistelligen Minusgraden: Einen schweren Job in eisiger Kälte haben auch Klaus Werfelmann (rechts) und Steffen Waldau. Die beiden Einschaler der Firma Züblin waren am Mittwoch mit Schweißarbeiten an Brückenträgern auf der B-62 Baustelle in Bad Hersfeld beschäftigt.

Für die Martkweiber in Rotenburg gab es ebenfalls Schal und Mütze....

Fell gegen Frost: Fritz Schäfer (59) von der Deutschen Post muss jeden Tag durch die Kälte, hier in Lispenhausen. Deshalb hat er sich eine wärmende Waschbärmütze auf den Kopf gesetzt. „Wir sind nichts mehr gewöhnt“, sagt Schäfer, der seit 49 Jahren täglich die Post zu den Menschen liefert, „aber der Winter ist in diesem Jahr schon extrem.“ Problematisch sei das eisige Wetter für ihn aber nicht. „Ich hab ja meine Mütze."

Freiwillig geht in diesen Tagen kaum jemand vor die Tür. Viele müssen jedoch raus, da sie an der „frischen Luft“ arbeiten und ihr Geld verdienen. Wir waren im Kreis Hersfeld-Rotenburg unterwegs und haben mit Menschen, die bei Dauerfrost draußen arbeiten, gesprochen.

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