Fragen und Antworten zur Pandemie

Corona-Mutationen: Auch sechs Fälle im Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Ein Abstrichstäbchen wird in einer ambulanten Corona-Test- Einrichtung gehalten.
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In den vergangenen sechs Wochen ist auch bei sechs Menschen aus dem Landkreis die mutierte britische Variante des Coronavirus B 1.1.7 nachgewiesen worden. (Symbolbild)

Auch in Hersfeld-Rotenburg ist die britische Mutation des Coronavirus nachgewiesen worden. Diese und weitere Antworten auf wichtige Fragen rund um die Pandemie auf einen Blick.

Hersfeld-Rotenburg – Jeden Tag kommen neue Nachrichten zum Coronavirus. Um den Überblick zu behalten, haben wir wichtige Fragen und Antworten zusammengestellt.

Überall ist von Corona-Mutationen die Rede. Gab es denn auch schon Fälle im Landkreis Hersfeld-Rotenburg?
Ja. In den vergangenen sechs Wochen ist bei sechs Menschen aus dem Landkreis die mutierte britische Variante des Coronavirus B 1.1.7 nachgewiesen worden, wie das Gesundheitsamt auf Nachfrage unserer Zeitung am Freitag mitteilt. „Bei den infizierten Personen handelt es sich um Einzelfälle, die Personen haben sich zuvor auch nicht im Ausland aufgehalten.“ Aufgrund der nachgewiesenen Mutation stehe das Amt jeweils in engem Kontakt mit den Personen und habe „alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen“, heißt es aus dem Landratsamt.
Wie viele Menschen im Kreis sind bislang gegen das Virus geimpft?
Alles in allem seien bislang rund 6000 Impfdosen verabreicht worden, sagt Kreissprecherin Jasmin Krenz. 2400 Frauen und Männer seien demnach zweitgeimpft. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl (120 464) entspricht das zwei Prozent aller Kreisbewohner. 3600 hätten erst die erste Dosis erhalten.
Wird im Impfzentrum in Rotenburg weiterhin nur der Impfstoff von Biontech/Pfizer verabreicht?
Nein. Seit Donnerstag kommt neben dem Biontech-Impfstoff auch der des US-amerikanischen Herstellers Moderna im Impfzentrum zum Einsatz. Nicht verimpft an die über 80-Jährigen wird das Vakzin von Astrazeneca. Denn die Ständige Impfkommission hat die Anwendung des britisch-schwedischen Impfstoffs nur für Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren empfohlen. Allerdings kommen inzwischen auch Lieferungen von Astrazeneca in den Landkreis. Geimpft wird mit diesen Dosen medizinisches Personal.
Das Land hat mitgeteilt, dass 75 000 Bürger, die bereits einen Termin für die Corona-Schutzimpfung haben, wegen zusätzlicher Impfstofflieferungen schneller als zunächst erwartet zu ihrer Impfung kommen könnten. Was heißt das für die Menschen im Landkreis?
Eigentlich waren bis April alle verfügbaren Termine im Rotenburger Impfzentrum vergeben. „Mit der höheren Verfügbarkeit der Impfdosen werden weitere Termine frei, die von der höchsten Kategorie gebucht werden können – das kann bereits für Mitte März der Fall sein“, sagt Thorsten Bloß, Leiter des Fachdienstes Gefahrenabwehr beim Landkreis. Zudem gebe es die Möglichkeit, bereits gebuchte Termine vorzuverlegen. Die Erweiterung des Kreises der Impfberechtigten obliege allerdings dem Land. „Nach den Erstinformationen, die uns vorliegen, gehen wir davon aus, dass wir ab Mitte März bis zu 500 Impfungen pro Tag im Impfzentrum durchführen werden.“ Aktuell sind es 350 pro Woche. „Wir erwarten weiter steigende Zahlen“, sagt Bloß, der von einer „sehr dynamischen“ Lage spricht. „Die Impfstofflieferungen gewinnen deutlich an Fahrt, die Lieferketten funktionieren.“ (Sebastian Schaffner)
Geht davon aus, dass in der Göbel Hotels Arena ab Mitte März bis zu 500 Menschen pro Tag geimpft werden: Thorsten Bloß, Leiter des Katastrophenschutzes im Landkreis, hier an einer der sechs Impfstraßen im Rotenburger Impfzentrum.

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