Coronavirus in Hersfeld-Rotenburg

Homeschooling wegen Corona: Schulleiter in Hersfeld-Rotenburg sind bislang zufrieden

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Hier herrscht derzeit kein Betrieb.

Der Corona-bedingte Fernunterricht an den Schulen des Kreises Hersfeld-Rotenburg läuft ohne größere Probleme.

Auch die Abiturprüfungen konnten unter den veränderten Rahmenbedingungen bislang wie vorgesehen absolviert werden. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage unserer Zeitung unter Schulleitern.

„Lehrer und Schüler sind positiv gestimmt“, sagt Karsten Backhaus, Leiter der Modellschule Obersberg in Bad Hersfeld. Auf der Online-Lernplattform „Moodle“ hätten sich bereits 1200 Schüler angemeldet. Drei Internet-versierte Kollegen seien mit der technischen Betreuung befasst, auch Live-Unterricht auf Youtube würde eingesetzt. Für die Abitur-Klausuren wurden auch Audimax und Mensa genutzt, um die erforderlichen Abstände zu gewährleisten.

„Insgesamt ganz gut“, lautet das Fazit bei Sabine Amlung, Leiterin der Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg. In der Mittelstufe laufe die Koordination über die Klassenlehrer, bei den Älteren seien die Fachlehrer mit den Schülern online oder telefonisch in Kontakt. Eine Fortbildung für Lehrer ist geplant. Beim Abitur wurden 80 Prüflinge in acht Gruppen aufgeteilt. „Auch das ist gut gelaufen“, berichtet Amlung.

„Die Klassenlehrer sind der Verteilerkopf“, sagt Susanne Hofmann, Chefin in der Konrad-Duden-Gesamtschule in Bad Hersfeld. Sie übermitteln und erhalten die Aufgaben, bisher mit positiven Erfahrungen, auch seitens der Eltern. Genutzt werden dafür unterschiedliche Formate über Plattformen oder Email.

Corona in Hersfeld-Rotenburg: Homeschooling funktioniert

Auch in der Brüder-Grimm-Gesamtschule in Bebra läuft der Fernunterricht über das Portal schul.cloud und E-Mail reibungslos. Regina Marth von der Schulleitung bezeichnet die Situation zwar als Herausforderung, schätzt jedoch die technischen Möglichkeiten: „Vor 30 Jahren wären wir einfach zuhause geblieben.“

Mirko Ochs, Leiter der Wilhelm-Neuhaus-Grundschule in Bad Hersfeld, ist noch entspannt, weil der aktuelle Unterrichtsstoff dem Üben und Festigen gilt. Sollten die Schulen länger geschlossen bleiben, müsse man neu nachdenken. Auch bei den Jüngsten kommen Internet und Email zum Einsatz, nur im Einzelfall würden die Aufgaben händisch übergeben. 

„Zusammenfassend stelle ich fest, dass wir stolz auf unsere Schulen sind, mit welchem Engagement mit den Schülerinnen und Schülern gearbeitet wird“, meint Anita Hofmann, Leiterin des Staatlichen Schulamts für die Landkreise Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner in Bebra. Homeschooling sei derzeit eine vernünftige Alternative, jedoch keine Lernform der Zukunft. Trotz Digitalisierung sei die Beziehungsebene bei Lernprozessen nicht zu unterschätzen.

Von Karl Schönholtz

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Quelle: HNA

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