318 neue Arbeitslose

Corona: Arbeitslosenquote im Kreis seit Pandemie leicht gestiegen

Waldemar Dombrowski ist der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda.
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„Angesichts des weiter bestehenden Lockdowns und der winterlichen Witterung in der ersten Februarhälfte ist der überaus moderate Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Januar positiv zu bewerten“, kommentiert Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda.

Die Corona-Pandemie hat im Landkreis für 318 zusätzliche Arbeitslose gesorgt. Das geht aus den Zahlen hervor, die die Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda am Dienstag veröffentlicht hat.

Hersfeld-Rotenburg - Vor zwölf Monaten, unmittelbar vor den ersten wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie auf Deutschland, waren 2387 Personen arbeitslos gemeldet gewesen, nun sind es 2705. Die Quote lag vor einem Jahr bei 3,7 Prozent. Ende Februar waren es nun, genau wie im Vormonat, 4,2 Prozent. Am stärksten betroffen sind über 55-Jährige. 654 Personen dieser Altersgruppe sind derzeit arbeitslos, vor einem Jahr waren es 555.

In der kurzfristigen Entwicklung von Januar zu Februar sieht es bei dieser Gruppe aber besser aus: In dem Zeitraum sind nur neun Arbeitslose hinzugekommen. Auch insgesamt ist die Entwicklung im Februar stabil geblieben. „Angesichts des weiter bestehenden Lockdowns und der winterlichen Witterung in der ersten Februarhälfte ist der überaus moderate Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Januar positiv zu bewerten, zumal er sogar niedriger ausfiel als im Vorjahresmonat“, kommentiert Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda.

Im Vergleich zum Vormonat überproportional erhöht hat sich die Zahl der jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren – um 18 auf 295. Während die Quote bezogen auf alle Personen unverändert geblieben ist, ist sie bei den jungen Menschen von 4,1 auf 4,4 Prozent gestiegen. Die Agentur für Arbeit führt das vor allem auf krisenbedingte Kündigungen von Arbeitsverträgen und die Beendigung von Ausbildungen zurück. Man hoffe bei günstigem Pandemieverlauf auf eine baldige Frühjahrsbelebung, um die jungen Frauen und Männer möglichst schnell wieder in Beschäftigung zu bringen.

Die sogenannte Unterbeschäftigungsquote, die auch die Menschen erfasst, die in einer „arbeitsmarktpolitischen Maßnahme“, vorübergehend krank oder älter als 58 Jahre sind und Hartz-IV beziehen, liegt bei 5,1 Prozent (Vormonat 5,1, Vorjahr 4,9).

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