Obduktion ergab kein Fremdverschulden

Pferde in Cornberg starben an Berg-Ahorn

Cornberg - Die drei im Oktober in Cornberg verendeten Pferde starben,  weil sie Ahorn-Samen gefressen hatten. Anzeichen auf Fremdverschulden gibt es nicht. 

Im Fall der drei Pferde, die Ende Oktober in Cornberg an den Folgen einer Vergiftung gestorben sind, hat die Polizei keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden gefunden. Todesursache ist laut eines vorläufigen Obduktionsgutachtens eine schleichende Vergiftung nach dem Verzehr von Berg-Ahornsamen.

Mit dem Ergebnis der Untersuchung bestätigt das Hessische Landeslabor aus Gießen die Vermutungen, die sowohl mehrere Leser unserer Zeitung als auch Pferdebesitzer Harald Ermel aus Rotenburg geäußert hatten. Das Fressen von Ahornsamen kann bei Pferden zu einer sogenannten atypischen Weidemyopathie führen, einer Störung des Muskelstoffwechsels. Ermel hatte bestätigt, dass auf der Cornberger Weide Berg-Ahorn steht. Die Pferde zeigten zudem entsprechende Symptome: Sie schwitzten, zitterten, hatten blau verfärbte Schleimhäute und bluteten aus ihren Geschlechtsteilen. Die schleichende Vergiftung durch die Ahornsamen endet bei vielen betroffenen Tieren tödlich.

Insgesamt hatten sechs Pferde auf der Cornberger Koppel die Ahornsamen gefressen. Drei überlebten – der Besitzer und seine Frau, eine Tierärztin, hatten „Tag und Nacht“ um das Leben der Tiere gekämpft. „Sofern sich keine neuen Erkenntnisse ergeben, werden die Ermittlungen beendet“, sagt Dominik Möller vom Polizeipräsidium Osthessen. cig

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa-bildfunk

Kommentare