Parteitag in Bad Hersfeld

CDU bestätigt Kreisvorsitzenden Timo Lübeck mit 98,7 Prozent

Neu gewählt: Kreistagsfraktionsvorsitzender Herbert Höttl (links) und Landrat Dr. Michael Koch (rechts) umrahmen die CDU-Kreisspitze: die stellvertretenden Kreisvorsitzenden Jürgen Schäfer, Dana Kerst, Silvia Schoenemann und Jonas Rudolph mit dem Kreisvorsitzenden Timo Lübeck in der Mitte. Foto: nh

Bad Hersfeld. Mit 98,7 Prozent bestätigte die CDU Hersfeld-Rotenburg ihren Vorsitzenden Timo Lübeck. Der 34-jährige Haunetaler geht damit in seine dritte Amtszeit als CDU-Chef.

Auf dem Kreisparteitag im Bad Hersfelder Bürgerhaus Hohe Luft wurde außerdem der gesamte Kreisvorstand neu gewählt. Zu Lübecks Stellvertretern wurden Silvia Schoenemann aus Bad Hersfeld (76,3 Prozent), Dana Kerst aus Bebra (98,7), Jonas Rudolph aus Rotenburg (97,4) und Jürgen Schäfer aus Neuenstein mit (92,1). Den geschäftsführenden Vorstand komplettieren Roland Urstadt als Schatzmeister, Anja Csenar als Schriftführerin und Andreas Börner als Mitgliederbeauftragter.

Zu Beisitzern wählte der Parteitag die Vorsitzende der Frauen Union, Alexandra Weirich, den Vorsitzenden der Jungen Union, Lukas Manske, den Vorsitzenden des evangelischen Arbeitskreises, Ralph Habener, sowie Jan Saal (Bad Hersfeld), Anneliese Golez (Heringen), Andreas Thon (Kirchheim), Rene Möller (Alheim) und Alt-Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt. Erstmals in den Kreisvorstand ziehen der Vizepräsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), Hartmut Erlinghagen, der Vorsitzender der Jugend- und Ausbildungsvertretung der K+S Kali GmbH, Leon Kunkel, sowie Nadja Reining (Hauneck) und Jonas Seitz (Bad Hersfeld) ein.

Lübeck hatte sich kritisch mit dem Bundestagswahlergebnis auseinandergesetzt: „Bis vor Kurzem war es keine Frage, welcher Partei bei der inneren Sicherheit die größte Kompetenz zugeschrieben wurde. Hier haben wir an Vertrauen verloren und das können wir nur durch gutes Regieren wieder zurückgewinnen“, sagte er. Es dürfe der Union nie so gehen wie der „18-Prozent-SPD“, die Schwerpunktthemen setze, die den Großteil der eigenen Anhängerschaft überhaupt nicht mehr interessieren würden.

Eine positive Bilanz zog Kreistagsfraktionsvorsitzender Herbert Höttl: „Was wurde über Schuldenbremse, Finanzausgleich und die Schutzschirmkommunen gelästert. Heute wird überall anerkannt, dass ohne diese Entscheidungen manche Kommune überhaupt nicht mehr existenzfähig wäre.“ Mit der Hessenkasse gebe es nun weitere Entlastungen bei den Kassenkrediten. „Keine Landesregierung hat je so viel für die Kommunen getan wie die von Volker Bouffier“, sagte Höttl.

Ein doppeltes Spiel warf er der SPD beim Umgang mit K+S vor. „Im Wahlkampf lässt sich Herr Warnecke gerne mit den Bergleuten fotografieren. Wenn aber in Nordhessen seine Parteifreunde gegen die Oberweser-Pipeline wettern, geht der Abgeordnete auf Tauchstation“, so Höttl. Die CDU stehe weiter hinter den Plänen des Unternehmens. (red/sis)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kreis Hersfeld-Rotenburg
Kommentare zu diesem Artikel