Bahnsprecher: Keine Kündigungen aber Versetzungen geplant

Cargo-Bahnhof Bebra droht das Aus

Bebra. Die Zugbildungsaufgaben des Bebraer Cargo-Bahnhofs sollen dauerhaft nach Kassel verlagert werden. Das geht aus einem internen Schreiben an die Mitarbeiter der DB Schenker Rail hervor, das unserer Zeitung vorliegt.

Ein Sprecher der Deutschen Bahn bestätigte das auf Anfrage.

Eine Entscheidung über diese Planung des DB Schenker Rail-Vorstands sei noch nicht gefallen. Zuzeit liege sie zwecks Zustimmung beim Gesamtbetriebsrat. „Wir rechnen mit einer Entscheidung im Spätsommer/Herbst“, sagte der Bahnsprecher. Die Umsetzung sei zum Jahresbeginn 2011 geplant. „Es wird keine betriebsbedingten Kündigungen geben – es wird aber vorkommen, dass Mitarbeiter flexibler sein und auch mal umziehen müssen“, erklärte er. Wieviele Mitarbeiter am Standort Bebra betroffen sein werden, stehe noch nicht fest, sagte der Bahnsprecher.

Bebras Bürgermeister Horst Groß nannte die Pläne in einer ersten spontanen Reaktion „eine Riesensauerei“. Seitens der Bahn habe mit ihm noch niemand darüber gesprochen, sagte er. Ernst Richardt, Transnet-Bevollmächtigter, geht hingegen davon aus, dass die zurzeit bis Ende August befristete Verlagerung nach Kassel aufgehoben wird und die Zugbildungsaufgaben ab dem 1. September wieder nach Bebra verlagert werden. „Uns liegt nichts anderes vor“, sagte er auf Anfrage unserer Zeitung. (pgo)

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