Polizei ermittelt nach Vorwürfen in Rotenburg

Buslinie 302 zur Flüchtlingsunterkunft: Keine Hinweise auf Drohungen

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Wurde zwischenzeitlich nicht mehr angefahren: Die Alheimer Kaserne in Rotenburg. 

Rotenburg. Nach den Bedrohungsvorwürfen von Busfahrern der Linie 302 zur Flüchtlingsunterkunft in Rotenburg, ermittelt nun die Polizei - bisher jedoch ohne Ergebnis. 

Mehr als eine Woche lang fuhr die Buslinie 302 die Alheimer-Kaserne in Rotenburg nicht mehr an – die Busfahrer fühlten sich durch die in der dortigen Erstaufnahmeeinrichtung untergebrachten Flüchtlinge bedroht (wir berichteten). Laut Polizei gibt es dafür bisher allerdings keine konkreten Hinweise.

Der Polizei sei bekannt gewesen, dass Gerüchte über Bedrohungen in der Buslinie im Umlauf gewesen seien, sagte Polizeisprecher Manfred Knoch: „Das ernst zu nehmen, ist unsere Aufgabe.“ Es wurden Ermittlungen wegen Bedrohung und eventuellen weiteren Straftatbeständen aufgenommen. „Ob an den Gerüchten etwas dran ist, werden die Ermittlungen zeigen“, so Knoch. Das Verfahren laufe noch, Betroffene oder Zeugen hätten sich bisher nicht an die Polizei gewandt.

Dennoch bat die Polizei am Dienstag sowohl die Busunternehmen als auch Vertreter der Stadt Rotenburg, des Landratsamtes und der Erstaufnahmeeinrichtung zum Gespräch. Das Ergebnis: Es wird Sicherheitsschulungen für die Busfahrer durch die Polizei geben. Der Inhalt werde noch abgestimmt, korrektes Verhalten zur Deeskalation sowie der Abbau von Vorurteilen seien aber Thema.

Die Haltestelle an der Erstaufnahmeeinrichtung wird bereits seit Montag wieder angefahren – ohne das zunächst angekündigte, zusätzliche Sicherheitspersonal. (cig)

Streit um Buslinie zu Rotenburger Flüchtlingsunterkunft

Quelle: HNA

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