Land übernimmt auf Wunsch die Kassenkredite der Kommunen

Bürgermeister im Kreis setzen auf Hessenkasse

Hersfeld-Rotenburg. Das Angebot des Landes Hessen, über das Entschuldungsprogramm Hessenkasse die laufenden Kassenkredite der Kommunen zum 1. Juli 2018 zu übernehmen, kommt bei Bürgermeistern im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gut an.

Am 31. Dezember 2016 hatten elf Städte und Gemeinden im Kreis laufende Kassenkredite in Höhe von insgesamt 65 Millionen Euro angehäuft. Der Landkreis selbst stand mit 56,7 Mio. Euro im Dispo. „Die Hessenkasse ist ein Angebot, das wir nicht ablehnen können“, sagt Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald. Die Fuldastadt hatte zum Jahreswechsel Kassenkredite in Höhe von rund 16 Millionen Euro laufen. Auch Bad Hersfeld, das Kassenkredite in Höhe von 21 Millionen Euro angehäuft hatte, begrüßt die finanzielle Unterstützung. „Wobei man durchaus erwähnen darf, dass nicht alle Mittel der Hessenkasse neues Geld für die Städte und Gemeinden darstellen“, so Bürgermeister Thomas Fehling. „Dort fließen auch Beträge ein, die aus dem Kommunalen Finanzausgleich oder vom Bund bereits für die Kommunen vorgesehen sind.“

Die Gemeinde, die pro Einwohner die höchste Kassenkreditverschuldung im Landkreis aufweist, ist Cornberg. Ende Dezember waren es 2,6 Millionen Euro, also pro Kopf rund 1870 Euro. „Wenn die Hessenkasse der Gemeinde hilft, sich finanziell abzusichern, dann sollten wir da mitmachen“, sagt Bürgermeister Achim Großkurth. Ob die Kommunen an der Hessenkasse teilnehmen, darüber entscheiden die jeweiligen Parlamente.

Insgesamt wären nach den Zahlen elf Kommunen im Landkreis für das Entschuldungsprogramm antragsberechtigt. Kommunen ohne Kassenkredite dürfen quasi als Belohnung auf Geld aus einem Investitionsprogramm hoffen. So könnten rund 19 Millionen Euro in den Landkreis fließen. (ses) 

Quelle: HNA

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