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Brunch-Buffet mit Musik im Bebraer Lokschuppen

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Von: Wilfried Apel

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Im Ruhestand mit der Nachbarschaft auf Genusstour: Ideengeberin Waltraudt Bachmann stößt mit Ehemann Bernd sowie Sven Bienert und Margit Malkemus auf den gelungenen Sonntagsausflug und dessen Wiederholung beim nächsten Ahle-Wurscht-Frühschoppen am 26. Februar an.
Im Ruhestand mit der Nachbarschaft auf Genusstour: Ideengeberin Waltraudt Bachmann stößt mit Ehemann Bernd sowie Sven Bienert und Margit Malkemus auf den gelungenen Sonntagsausflug und dessen Wiederholung beim nächsten Ahle-Wurscht-Frühschoppen am 26. Februar an. © Wilfried Apel

Anstatt „Himbeer-Eis zum Frühstück“ à la Hoffmann und Hoffmann werden in und um Bebra herum wohnende Menschen, die wissen was schmeckt, in Zukunft wohl nur noch „Ahle Wurscht zum Frühstück“ à la Lokschuppen genießen wollen. In der Biberstädter Event-Location ging am Sonntag erfolgreich der erste Ahle-Wurst-Frühschoppen über die Bühne.

Bebra – Dabei trifft die Bezeichnung Ahle-Wurscht-Frühschoppen des von Stadtentwicklungs-Chef Stefan Pruschwitz und Lokschuppen-Chef Matthias Bähr erfundenen und zusammen mit Lokschuppen-Caterer Andreas Berg auf den Weg gebrachten Events nur halb des Pudels Kern. Weil es sich bis weit in den Nachmittag hinzog, hatten es die drei Macher vorsorglich als Brunch-Buffet mit Musik bezeichnet. Das lockte schon vor zehn Uhr erste Besucher an, die sich sogleich mit Bändchen für das fortlaufend ergänzte, fast schon unüberschaubar große Buffet und Chips für Getränke eindeckten. Einer der auf das, was es gibt, Neugierigen war Stadtrat Bernd Schill, der Ehefrau Irmgard, Tochter Nicole, Schwiegersohn Kevin und Enkel Marius mitgebracht hatte.

Schon gleich beim ersten Blick von Qualität und Vielfalt des nicht nur aus „Ahler Wurscht“ bestehenden Lokschuppen-Brunch-Buffets überzeugt: Der Bebraer Stadtrat Bernd Schill (von links) mit Ehefrau Irmgard, Enkel Marius, Tochter Nicole und Schwiegersohn Kevin. Die Palette reichte von frischem Gehacktes bis zu gut geräucherter Stracker, von Käse bis zu Krautsalat.
Schon gleich beim ersten Blick von Qualität und Vielfalt des nicht nur aus „Ahler Wurscht“ bestehenden Lokschuppen-Brunch-Buffets überzeugt: Der Bebraer Stadtrat Bernd Schill (von links) mit Ehefrau Irmgard, Enkel Marius, Tochter Nicole und Schwiegersohn Kevin. Die Palette reichte von frischem Gehacktes bis zu gut geräucherter Stracker, von Käse bis zu Krautsalat. © Apel, Wilfried

Zu fünft stellten alle bewundernd fest, dass für jeden etwas dabei ist, angefangen bei Brötchen und Marmelade bis hin zu Schinken, Aufschnitt und natürlich jeder Menge echter „Ahler Wurscht“ von Metzgern aus der Region: Stracke, nicht zu weich und nicht zu hart, gut gewürzter Schwartenmagen, Blutwurst, Leberwurst und ein Riesenklumpen Gehacktes. Drüber hinaus Salate und für das zweite Frühstück zur Mittagszeit: Schweinsbraten in Biersoße, Pulled Pork, Weckewerk und zu einem richtig dicken Kloß einen ordentlichen Löffel voll Duckfett. So, wie man es früher auf den Dörfern aus einer mitten auf dem Tisch stehenden großen Schüssel gegessen hat.

Felipe Gonzales Contreras und Beatrice Hedrich von der Lokschuppen-Crew waren schon bald mit dem Wurstaufschneiden nicht mehr nachgekommen.

Nichtsdestotrotz ließen sie sich anstecken von der guten Laune der Besucher und der Kapelle Becherovka, die die Fuchsgraben- und die Amselpolka intoniert hatte. Den 300 Buffetgästen hatte es gefallen, auch denen, die nicht nur auf Wurst stehen wie etwa Gloria Knierim aus Bebra: „Ich war erst etwas skeptisch, aber als ich die Riesenauswahl an Salaten gesehen habe, war ich nur noch begeistert.“ Ähnlich äußerten sich Bernd und Waltraut Bachmann aus Breitenbach, die mit ihren Nachbarn Sven Bienert und Margit Malkemus gekommen waren. Margit gibt zu, dass sie sich als Hünfelderin früher gewundert habe, warum man in Waldhessen so gerne „rote“ Wurst esse. Inzwischen wisse sie Bescheid und für das nächste Mal wünsche sie sich nur noch, dass es „Cervelatwurst“ mit Kümmel gebe. Weil Wurstessen durstig macht, gab es den Gerstensaft natürlich auch aus Halbliter-Gläsern und aus der Maß. Passend dazu spielten die Becherovka-Boys um kurz nach 12 „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ und Matthias Bähr stellte am Ende des Frühschoppen-Sonntags geschafft fest: „Wir haben über 100 Würste unter die Leute gebracht.“

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