Ort der Begegnung 

Brötchen und Bier: Verein "Unser Solz" setzt sich für Bäckerei und Kneipe ein

+
Setzen sich für den Erhalt der Bäckerei in Solz ein: von links Friedhelm Claus, Cordula Schröder, Swen Hübschmann, Niklas Mohr, Lars Raabe und Daniel Schmerfeld.

Solz. Frische Brötchen am Morgen, Brot und Kuchen wird man auch künftig in Solz bekommen – und das täglich. Und am Wochenende gibt es wieder eine Kneipe für die Solzer und alle anderen, die gerne kommen möchten. 

Dass die Kneipe wiederbelebt wird und die Bäckerei erhalten bleibt, ist den Solzern selbst zu verdanken. Eine Gruppe vom Verein „Unser Solz“ hat das Wagnis auf sich genommen, der Verein ist neuer Betreiber. Die Eröffnung der Bäckerei und der Gaststätte wird offiziell am Samstag, 3. März, gefeiert.

Zum Jahresende hatte die Bäckerei Däche ihre Filiale in Solz geschlossen. Aber auf den Laden, der ja auch Treffpunkt ist, wo man ein Schwätzchen halten und Kaffee trinken kann, wollten die Solzer nicht verzichten, so berichten Friehelm Claus, Cordula Schröder, Swen Hübschmann und Daniel Schmerfeld.

Im Verkauf: Susanne Heinz ist selbst Solzerin. 

Generationentreff

Dass ein Generationentreff gewünscht ist, ein Ort der Begegnung für Jung und Alt, war schon im Verlauf des vergangenen Jahres bei den Gesprächen für das Ikek (Interkommunale Entwicklungsprogramm) deutlich geworden. Die Idee, die Gastwirtschaft neu zu beleben, wurde geboren. Dann kam im Oktober die Nachricht, dass die Bäckerei geschlossen werden sollte. „Wir sahen Handlungsbedarf“, sagt Friedhelm Claus, der auch Ortsvorsteher ist.

Umfrage

Als erstes befragte man alle Haushalte zur Versorgungssituation im Dorf. Das Ergebnis: Frische Backwaren von guter Qualität wollen die Solzer gerne im Ort kaufen, aber auch regionale Produkte Daraufhin fand sich im Verein „Unser Solz“ eine „Taskforce“, zu der neben den Genannten auch Lars Raabe und Niklas Mohr gehören. Sie haben in zahlreichen Arbeitsstunden dafür gesorgt, dass es weiterhin eine Bäckerei und auch wieder eine Gaststätte in Solz gibt.

Es sei schwierig, beide in einem Dörfchen wie Solz wirtschaftlich zu führen, heißt es aus der Runde. So hat man nun ein ganzes Paket geschnürt und hofft auch auf zahlreiche Kunden der umliegenden Dörfer.

Angebot

Die Backwaren liefern die Bäckerei Heinzerling (Lispenhausen) und montags die Bäckerei Klee (Bebra). Die frischen Brötchen gibt es an allen Wochentagen, auch sonntags, Lieferung ist möglich. Es gibt belegte Baguettes, Kaffee, Honig vom Gut Boxerode, die Berglandkräuter von Johannes Kayßer, Eier, Ahle Wurscht von Busch (Ringgau). Im Verkauf arbeitet wie schon bisher die Solzerin Susanne Heinz.

Geöffnet ist täglich von 6 bis 11 Uhr, samstags von 7 bis 11 Uhr und sonntags von 7.30 bis 11 Uhr, sowie Mittwoch- und Freitagnachmittag von 14.30 bis 17.30 Uhr. Man rechnet auch mit Besuchern der Quincunx-Wanderwege.

Gastronomie

Die Gaststätte ist freitags von 17 bis 24 Uhr, sonntags von 10 bis 13 und 17 bis 20 Uhr geöffnet. Neben Getränken will der Verein auch Bockwurst, eine Wursteplatte und Fettenbrot anbieten und die Räume für Familienfeiern vermieten.

„Das kann nur funktionieren, wenn die Leute sich damit identifizieren“, sagt Cordula Schröder. Die Verantwortlichen von der „Taskforce“ hoffen nun, dass die Angebote genutzt werden – nicht nur von Solzern.

Verein "Unser Solz" engagiert sich vielfältig

Der Verein Unser Solz hat sich ursprünglich zur Vorbereitung von 1050 Jahre Solz gegründet, die Feier fand 2010 statt. Danach ruhte die Arbeit zunächst und der Verein stellte sich 2016 wieder neu auf. So ist im vergangenen Jahr bereits zweimal eine Dorfzeitschrift erschienen, die „Unser Solzer“ heißt. Ziel ist es, über Aktivitäten im Ort zu berichten und sie bekannt zu machen sowie anzuschieben. „Die Zeichen stehen auf Aufbruch“, sagt Friedhelm Claus vom zehnköpfigen Vorstand. Zurzeit zählt der Verein 62 Mitglieder bei steigender Tendenz, Beitrag: 12 Euro im Jahr. Die Gaststätte dient als „Vereinsheim“, erklärt Daniel Schmerfeld. Man engagiere sich auch bei den Ferienspielen, mit einem Osterfeuer, backt Plätzchen, Waffeln oder grillt, um die Kita oder die Glasfasterinititative zu untersützten, berichtet Swen Hübschmann.

Quelle: HNA

Kommentare