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600 Strohballen bei Feuer in Wildeck vernichtet: Polizei schließt Brandstiftung nicht aus

Großaufgebot: Die Feuerwehren aus Wildeck und der gesamten Region waren mit mehr als 80 Leuten im Einsatz, vor auch die Polizei war beim Brand nahe der A4 im Einsatz.
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Großaufgebot: Die Feuerwehren aus Wildeck und der gesamten Region waren mit mehr als 80 Leuten im Einsatz, vor auch die Polizei war beim Brand nahe der A4 im Einsatz.

Nahe der A4 in der Region Wildeck haben 600 Strohballen gebrannt - jetzt ermittelt die Polzei. Brandstiftung kann bisher nicht ausgeschlossen werden.

Update von Dienstag, 14.09.2021, 18.25 Uhr: Die Ermittlungen der Polizei zu dem Großbrand auf einem Feld bei Wildeck-Bosserode liefen auch am Dienstag, 14.09.2021, auf Hochtouren. Vor allem setzt die Polizei darauf, dass sich Zeugen melden. Am Abend vorher waren dort 600 Strohballen in Flammen aufgegangen. Der Schaden für den betroffenen Landwirt aus Bosserode ist erheblich. Die Polizei geht von einem Gesamtschaden von 12 000 Euro aus. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Die Polizei ermittelt in alle Richtungen, was die Ursache des Brands gewesen sein könnte. Derzeit kann sie Brandstiftung nicht ausschließen. Konkrete Ergebnisse gibt es noch nicht. Die Ermittlungen dauern an, berichtete der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Osthessen, Patrick Bug, am Dienstagnachmittag auf Anfrage.

Das Feld liegt direkt an der Autobahn 4 – zwischen der Straße von Bosserode nach Richelsdorf und der Autobahn. Der Brand war gegen 19 Uhr gemeldet worden. Beim Eintreffen der Polizei standen die Strohballen bereits in Flammen. Die Feuerwehren aus Wildeck und der gesamten Region waren mit einem Großaufgebot von über 80 Leuten vor Ort. Sie trennten die Heuballen voneinander und löschten sie dann ab. Die Löscharbeiten zogen sich bis in die frühen Morgenstunden hin. Wegen der starken Rauchentwicklung musste die Autobahn in beide Richtungen ab 19 Uhr für mehrere Stunden voll gesperrt werden.

Brand flammte am Vormittag an einzelnen Stellen wieder auf

Am Vormittag flammte der Brand an einzelnen Stellen wieder auf. Die Feuerwehr hatte die Nachbrände aber schnell unter Kontrolle. Auch Polizeibeamte waren erneut vor Ort, um sicherzustellen, dass die Autobahn nicht wieder betroffen ist.

Die Polizei bittet Zeugen, die an der Kreisstraße neben der Autobahn 4 verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden. Erreichbar ist die Polizeistation Rotenburg unter 0 66 23/93 70. Hinweise sind auch möglich bei der Onlinewache unter polizei.hessen.de.

Immer wieder Fälle von Brandstiftung bei Strohballen

Es kommt immer wieder vor, dass Strohballen in Flammen aufgehen. Im August 2020 brannten beispielsweise 50 Heu- und 150 Strohballen auf einer Wiese nördlich von Alheim-Obergude. Betroffen waren ein Biolandwirt und seine Familie. Es war Brandstiftung. Mitte Mai 2021 standen am Ortsrand von Berkatal-Hitzerode im Werra-Meißner-Kreis 500 Strohballen in Flammen. Auch in diesem Fall geht die Polizei von Brandstiftung aus.

Auf dem Weg zum Einsatz nach Wildeck ist ein Fahrzeug der Bad Hersfelder Feuerwehr mit eingeschaltetem Martinshorn mit einem Auto zusammengestoßen. Das Feuerwehrfahrzeug fuhr in der Kreisstadt auf der Wehneberger Straße und wollte links in die Dippelstraße abbiegen, die Ampel zeigte grün. Eine 22-jährige Autofahrerin aus Ludwigsau fuhr in gleicher Richtung und stand im Kreuzungsbereich. Die Fahrzeuge berührten sich. Der Schaden: 500 Euro.

Bauernverband: Für Landwirte dramatische Situation

„Wenn das Brandstiftung war in Bosserode, war es kein Dummer-Jungen-Streich. Es hat schwerwiegende Folgen für den betroffenen Landwirt“, sagt die stellvertretende Geschäftsführerin des Kreisbauernverbands Hersfeld-Rotenburg, Stefanie Wittich-Vogel, in einer ersten Stellungnahme. Für Landwirte sei so eine Situation dramatisch, weil damit die Futtervorräte für den Winter zerstört seien.

Am Tag nach dem Feuer bei Wildeck-Bosserode: Das Feld mit den 600 abgebrannten Strohballen bietet einen trostlosen Anblick.

Stroh wird gern als Zusatzfutter und Einstreu in den Ställen genutzt. „Für die Landwirte steckt da viel Zeit und Arbeit drin und Kosten, selbst wenn sie versichert sind und für die Ballen entschädigt werden“, sagt Wittich-Vogel. Damit hätten die Landwirte aber noch kein Futter für die Tiere. Bei so vielen zerstörten Strohballen sei es sehr aufwendig, Ersatz in dieser Menge zu beschaffen. „Das kann dir nicht mal eben der Nachbar geben. Das muss man sich von mehreren Betrieben zusammensammeln.“

Es habe in diesem Jahr ausreichend Niederschläge und dadurch keine Futtermittelknappheit gegeben. Nach drei Jahren Dürre und darauf folgender Futtermittelknappheit müssten die Betriebe aber erst mal ihre eigenen Vorräte auffüllen.

Update vom Dienstag, 14.09.2021, 06.12 Uhr: Der Brand nahe der A4 in der Region Wildeck ist seit vergangener Nacht unter Kontrolle. Wie das Polizeipräsidium Osthessen mitteilt, haben 80 Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren, teils unter Ausnutzung der voll gesperrten Autobahn, zwischen 500 und 600 Heuballen abgelöscht. Anschließend wurde die Vollsperrung aufgehoben. Ermittlungen zur Brandursache sollen noch von der Kriminalpolizei durchgeführt werden. Der Schaden wird auf rund 12.000 Euro beziffert.

Brand nahe der A4: Feuerwehrauto stößt mit Fahrzeug zusammen

+++ 20.49 Uhr: Bei der Anfahrt zum Brandeinsatz nach Wildeck ist ein Feuerwehrauto mit einem Auto zusammengestoßen. Die Umstände des Unfalls und mögliche Verletzte sind derzeit unbekannt. Die Feuerwehr leitet bis zum Eintreffen der Polizei den Verkehr an der Unfallstelle vorbei.

Der Brand nahe der A4 hat zu einer Vollsperrung der Autobahn geführt. Die Polizei veranlasste eine Rundfunkwarnung. Die Feuerwehr ist derzeit mit den Löscharbeiten beschäftigt.

Wir berichten nach.

Ein Feuerwehrauto ist auf dem Weg zu einem Brand nahe der A4 mit einem Auto zusammengestoßen.

Vollsperrung auf der A4 wegen Brand nahe Wildeck

Update vom Montag, 13.09.2021, 20.35 Uhr: Der Brand nahe der A4 in der Region Wildeck (Kreis Hersfeld-Rotenburg) hat sich bestätigt. An der Brandstelle wurden 500 Strohballen gelagert. Im Einsatz sind circa 70 Feuerwehrleute aus Wildeck und Umgebung. Die A4 ist in beide Richtungen voll gesperrt.

Die Feuerwehr löscht einen Brand nahe der A4 in der Region Wildeck.

Brand nahe der A4: Polizei und Feuerwehr im Einsatz

Erstmeldung vom Montag, 13.09.2021, 20.05 Uhr: Wildeck - Am Montagabend (13.09.2021) ist nahe der Autobahn 4 (A4) in der Region Wildeck ein Brand gemeldet worden. Polizei und Feuerwehr befinden sich in der Anfahrt. Sicherheitshalber wurde eine Rundfunkwarnung veranlasst. Das berichtete die Polizei.

Um 18.50 Uhr wird der Polizei ein Flächenbrand von Heuballen nahe der A4 zwischen den Abfahrten Hönebach und Friedewald (Kilometer 332,5) gemeldet. Polizei und Feuerwehr sind ausgerückt. Wie die Polizei mitteilte, sollen an der Brandstelle 500 Heuballen lagern. Wegen der möglichen Rauchentwicklung wird der Verkehr mittels Rundfunkwarnung gewarnt. (Jennifer Greve, Yuliya Krannich)

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