Zweiter Diebstahl in kurzer Zeit

Bosseröder Ortsschild ist bei Dieben beliebt

Schilderklau in Bosserode: Unser Bild zeigt das inzwischen schon wieder neu angebrachte Ortsschild. Bereits zweimal binnen kurzer Zeit ist das am Bosseröder Ortseingang – aus Richtung Richelsdorf kommend – stehende Schild von Dieben gestohlen worden.

Bosserode. Schon zum zweiten Mal ist das an der Kreisstraße von Richelsdorf nach Bosserode am rechten Straßenrand stehende Bosseröder Ortseingangsschild dem Schilderklau zum Opfer gefallen.

Sowohl Ortsvorsteher Armin Körzell als auch dessen Stellvertreterin Anika Müller reagierten überrascht, als sie auf den von der Straßenmeisterei Rotenburg angezeigten Sachverhalt angesprochen werden. „Wir haben schon Anfang Dezember, als das Schild zum ersten Mal weg war, gerätselt, wer sowas macht“, kommentierte Körzell. „Keiner hat was gewusst, keiner hat was gehört, und gefunden hat auch keiner was!“

Die Straßenmeisterei habe aber schon kurz nach Entdeckung der Tat das Verkehrszeichen „Zulässige Höchstgeschwindigkeit 50 km/h“ aufgestellt und damit sichergestellt, dass weiter Tempo 50 gilt. „Dann hat es bis Mitte Januar gedauert, bis ein neues Schild aufgestellt worden ist“, berichtete der Kommunalpolitiker. „So ein Schild hat man ja nicht auf Vorrat im Schrank liegen!“

Nach dem jetzt erfolgten zweiten Diebstahl ging alles schneller. Dieser muss sich zwischen den am 15. und 19. Februar von Mitarbeitern der Straßenmeisterei routinemäßig ausgeführten Streckenkontrollen ereignet haben. Am fraglichen Donnerstag war der Ortsschild-Ersatz noch da, am Montag nicht mehr.

Ob der gleiche Ortsschild-Liebhaber den am Wochenende nach dem Fastnachtswochenende höchstwahrscheinlich noch geringeren Verkehr auf der Verbindungsstraße zwischen den beiden Wildecker Ortsteilen ausgenutzt hat, um ein zweites Schild für sich oder einen ihm assistierenden Bekannten an sich zu bringen?

Unter dem diesmal sehr schnell durch ein drittes Schild ersetzten Ortsschild-Ersatz entdeckte Anika Müller, die Polizeioberkommissarin bei der Bad Hersfelder Polizeiautobahnstation ist, am Donnerstagnachmittag bei der Inaugenscheinnahme des Tatorts einige der abgeschraubten Muttern. Aber auch das führt natürlich nicht zum Täter, der eine ganz besondere Vorliebe zu haben scheint, die er bei Licht betrachtet nur heimlich ausleben kann. Denn welcher Dieb führt das offensichtlich gestohlene Objekt seiner Begierde im Freundeskreis vor?

Für Anika Müller ist klar: „Das ist kein Dummer-Jungen-Streich mehr, da ist ein Schaden von zweimal 200 Euro entstanden, für den die Allgemeinheit aufkommen muss“. Sie könne nur an den oder die Täter appellieren, die Ortsschilder zurückzubringen. „Oder sie so abzulegen, dass wir sie beim Tag der Umwelt am 17. März, wenn die Vereine wie jedes Jahr in der Gemarkung Müll sammeln, wiederfinden!“ Wobei sich dann die Frage stellen würde: Was tun mit den Schildern? Aufheben bis zum nächsten Bosseröder Schilderklau?

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