Landgericht Fulda

Blutige Prügel aus nichtigem Grund - drei Alheimer vor Gericht

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Zurück in die Zelle: Der Hauptangeklagte (Mitte)  wird abgeführt.

Drei junge Männer aus Alheim stehen zurzeit vor dem Landgericht Fulda. Ihnen wird gefährliche Körperverletzung und Freiheitsberaubung in mehreren Fällen vorgeworfen.

Fulda – Begonnen hat der Prozess gegen drei junge Männer aus Alheim bereits im April, aber passiert ist bis heute nicht viel. Die Angeklagten schweigen zu den Vorwürfen der gefährlichen Körperverletzung und der Freiheitsberaubung, doch ihre Opfer und weitere Zeugen werden erst Mitte kommenden Monats vor der 1. Strafkammer des Landgerichts in Fulda aussagen.

Hintergrund des zähen Verhandlungsverlaufs sind Fristen: Zwei Angeklagte befinden sich in Untersuchungshaft, einer bereits seit Ende Oktober vergangenen Jahres. Der 29-Jährige hätte auf freien Fuß gesetzt werden müssen, wenn sein Prozess nicht innerhalb der nächsten sechs Monate zumindest nominell begonnen hätte.

Ganz gefährliche Typen

Folgt man der Anklage von Staatsanwalt Harry Wilke, handelt es sich bei dem Alheimer Trio um ganz gefährliche Typen. Am 16. Januar 2019 soll der mutmaßliche Haupttäter einen Zeugen aus Verärgerung mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen, dessen blaue Augen und die gebrochene Nase gefilmt und damit anderen Personen gedroht haben.

Gemeinsam mit dem 25-Jährigen soll er am 14. Oktober auf der Lispenhäuser Kirmes einen jungen Mann aus banalem Grund erst beleidigt und dann geschlagen haben. Als sich dessen Bruder einmischte, bezog dieser Prügel und ging k.o.

Ein geplatzter Drogendeal war schließlich am selben Tag Auslöser für eine Auseinandersetzung an der Rotenburger Shelltankstelle, wo einem Zeugen Mund und Nase blutig geschlagen wurden. Anschließend wurde das Opfer in den Porsche des dritten Angeklagten verfrachtet. In einem Waldgebiet setzte es weitere Prügel. Der Prozess wird am 16. Juli fortgesetzt.

Von Karl Schönholtz

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