200 Besucherinnen im Durstewitzsaal

Bezirks-Landfrauentag in Rotenburg lockte mit gut gewürztem Vortrag

+
Showtanz vor der Bühne: Der Vorstand des Bezirks-Landfrauenvereins tanzte diesmal gemeinsam mit Gudrun Raschke (links) zu den Liedern, dargeboten von Carola Weißbach. 

Rotenburg. Mit einem Mix aus Reden, einer bewegenden Ehrung, Gesprächen und einem kulturellen Glanzlicht hat der Bezirks-Landfrauenverein Rotenburg im Durstewitzsaal etwa 200 Besucherinnen beim Landfrauentag bestens unterhalten.

Vorsitzende Gisela Nattermüller erklärte, dass Frauen immer noch benachteiligt und oft schlechter bezahlt würden. Die Landfrauen steuerten als Bildungsträger, der sich selbst finanziere, unter anderem mit vielen Angeboten zur Weiterbildung dagegen. Mit seinen 20 Ortsvereinen und über 1000 Mitgliedern ist der Bezirks-Landfrauenverein Rotenburg gut aufgestellt. Gleichwohl werde man künftig erneut Initiativen gegen Mitgliederschwund starten. Die traditionelle Kulturveranstaltung des Bezirksvereins sei auch eine gute Möglichkeit, sich von neuen Ideen und Impulsen „als Teil einer großartigen Bewegung“, inspirieren zu lassen. Manuela Weidmann, zweite stellvertretende Vorsitzende des Landfrauenverbands Hessen, bezeichnete die Themen der Landfrauen-Arbeit als sehr vielschichtig. Es gehe unter anderem um Altersarmut, Rente, gleichen Lohn für gleiche Arbeit, aber gleichzeitig auch um diejenigen, die noch einen Bauernhof bewirtschaften. Der Landesverband werde künftig die Orts- und Bezirksvereine noch mehr unterstützen, um die Entwicklung in den ländlichen Regionen zu stärken.

Kreisbeigeordnete Anja Zilch würdigte das ehrenamtliche Engagement der Landfrauen. „Ohne sie wären keine Ortsentwicklungen möglich und kein Vereinsleben dauerhaft gesichert“, sagte sie.

„Nicht die Asche bewahren, sondern die Flamme weitertragen“ – so brachte Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald das Landfrauen-Motto auf den Punkt: In Zeiten von umwälzenden Veränderungen wie der Digitalisierung müsse der Blick wieder auf das Beisammensein gerichtet werden, wie es die Landfrauen stets organisierten. „Das analoge Gemeinsame müssen wir auch bewahren“, sagte er.

Gegen jedes Leiden ist ein Kraut gewachsen

Besonderes Glanzlicht zum Schluss: Viola Vierk und „Apotheker und Professor Dr. Dagobert Dill“ vom Spicy’s Gewürzmuseum in der Hamburger Speicherstadt erklärten sprachlich außerordentlich gut gewürzt, dass gegen jedes Leiden ein Kraut gewachsen ist.

Am Ende sorgte der Bezirksverein noch für ein ganz besonderes Glanzlicht: Viola Vierk und „Apotheker und Professor Dr. Dagobert Dill“ vom Spicy’s Gewürzmuseum in der Hamburger Speicherstadt erklärten kurzweilig, interessant und sprachlich außerordentlich gut gewürzt, dass gegen jedes Leiden ein Kraut gewachsen ist.

Zum Beispiel, dass Nelken beruhigen, Safran stimmungsaufhellend wirkt und ein Verjüngungsmittel ist, oder dass Ingwer-Öl den Haarwuchs anregt. Kompetent und mit viel Hintergrundwissen. So kommt man gesund und würzig durch das Jahr.

Von Susanne Kanngieser

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der gedruckten Dienstagausgabe der HNA Rotenburg-Bebraer Allgemeinen.

Quelle: HNA

Kommentare