Neue Initiative

Bet Williams spielte beim Sonntag für die Zukunft in Oberellenbach

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Einladende Umgebung: In Oberellenbach trafen sich Menschen verschiedener Generationen zum „Sunday for Future“.

Ein beeindruckendes Konzert erlebten die Besucher in Alheim-Oberellenbach.

Oberellenbach – Die Idee hinter der Initiative „Sunday For Future“ von Michael Poppe-Kalthoff ist die Frage nach der Verantwortung einer inzwischen „älteren“ wohlsituierten Nachkriegsgeneration für die Zukunft ihrer erwachsenen Kinder und heranwachsenden Enkel.

Dazu hatte Poppe-Kalthoff die Vereine in Oberellenbach und die ökologischen Betriebe der Region für eine erste Veranstaltung als Mitstreiter gewonnen. Mit selbst geschnipseltem Kesselchili von der Solawi, Frühkartoffeln und frischem Brot des Tannenhofs Imshausen, Kaffee und selbst gebackenem Kuchen aus dem Dorfladen, gebackenen Camembert vom Kirchhof oder Michas Soli-Suppe wurden die Gäste am frühen Nachmittag begrüßt.

Das Konzept der Veranstaltung war auf die Unterstützung der „Friday For Future“-Bewegung durch Erlöse vom Verkauf ökologischer Produkte und einem Konzert mit Bet Williams gerichtet. „Ich musste hier einfach was machen“ so Organisator Michael Poppe-Kalthoff. Dabei geht es um Antworten zur selbstkritischen Lebensbeichte: In welchem Zustand überlasse ich meinem Nachwuchs diese Welt? Wieviele Schätze dieser einzigartigen Natur habe ich selbst bereits sinnlos verschwendet? Wie kann ich die junge dynamische Bewegung „Friday For Future“ unterstützen? Wie groß ist mein eigener ökologischer Fußabdruck?

Mit seinem Lied „Was sind denn das für Zeiten“ begann Klaus Adamaschek den musikalischen Reigen, bevor er mit Johannes Gunkel und Elke Anders zum gemeinsamen Singen von Liedern über Frieden und Solidarität am lauschigen Platz unter den alten Bäumen einlud. Die über 30 Sangesfreudigen ließen neben „Die Gedanken sind frei“ auch „Here’s to You“ von Joan Baez erschallen.

Bei Sonnenschein und guter Laune füllte sich der Platz mehr und mehr, denn der Höhepunkt im Jugend- und Freizeitheim stand bevor. Die Sängerin mit den vier Oktaven, Bet Williams, war mit ihrer Band von New York über Berlin leicht verspätet nach Oberellenbach gekommen, um dem „Sunday For Future“ den richtigen Schliff zu geben. Williams gilt als exzellente Songschreiberin und hatte mit Marc Gransten (Bass) und Kenny Martin (Schlagzeug) ihre Band mitgebracht. Ohne überladene Schnörkel, nur mit einem stringent führenden Bass und dem ganz sacht bis donnerndem Schlagzeug, spielt sie gleichzeitig Lead- und Rhythmusgitarre und ließ dazu ihre fantastische Stimme tanzen.

Den Slogan „Build Bridges, Not Walls“ richtete Bet Williams ganz klar an US-Präsident Trump, und im Duett mit Klaus Adamaschek bedankte sie sich bei den vielen jungen Protestsongschreibern für deren neueste Songs für „Friday For Future“.

VON STEFFEN SENNEWALD

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