Blaues Haus an der Brückengasse

Das Besondere pflegen: Annett Zachmann eröffnet Café in Rotenburg

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Die Farbe Blau dominiert, im Mittelpunkt sollen aber besondere Leckereien stehen: Annett Zachmann will ihr Blue Cup&Cake-Café an der Brückengasse in Rotenburg im Dezember eröffnen. 

Es soll ein neuer Mittelpunkt in Rotenburg werden, ein Treffpunkt für Jung und Alt. Das wünscht sich Annett Zachmann für ihr neues Café.

Das neue Café richtet sie gerade im blauen Haus an der Brückengasse ein. Das Gebäude, die ehemalige Schloss-Confiserie und davor Standort und Eigentum von Blumen-Benz, gehört inzwischen Jörg und Stefan Ebenhoch. Vater und Sohn haben es saniert.

Mit „The Blue Cup&Cake- Café“ erfüllt sich die 46-jährige Annett Zachmann einen Traum, erzählt sie. Für die Idee habe sie viel Unterstützung aus dem Freundeskreis bekommen. Sie hat ihr Berufsleben im Lebensmittelbereich verbracht, ist ausgebildete Bäckereifachverkäuferin, arbeitete bei Tegut in Rotenburg an Frischetheken und zuletzt bei einer Conti-Tochter für deren Kantinenbetriebe.

Mit Leidenschaft backt sie, „aber immer etwas andere Kuchen und Torten“, wie sie sagt. Das Besondere möchte sie im Café anbieten. Kaffee aus einer kleinen Rösterei aus Niedersachsen, losen Tee in außergewöhnlichen Mischungen, selbst gemachte Kuchen und Frühstück mit Zutaten aus der Region, auch mit veganer Variante. Die Brötchen will sie von der Bäckerei Heinzerling beziehen.

Außerdem möchte sie kleine Geschenke anbieten, damit „die Gäste ein Stück Rotenburg mit nach Hause nehmen können“. Dekoteile aus dem Café gehören dazu, aber auch Delikatessen. Dass sie sich an Rotenburger Veranstaltungen beteiligen wird, ist für die aus Gotha stammende Annett Zachmann selbstverständlich: Schon beim „Lebendigen Adventskalender“ macht sie mit, will aber auch beim „Langen Tisch“ in den Sommermonaten mitwirken.

Sehr angetan war die neue Café-Betreiberin von der Zusammenarbeit mit der Stadtentwicklungsgesellschaft MER, die die Neuansiedlung nicht nur gefördert hat, sondern auch viele Tipps geben konnte.

Eröffnen möchte sie am Sonntag, 1. Dezember. Dann soll der neue Treffpunkt von Dienstag bis Sonntag täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet sein. Außenbewirtschaftung soll es im Sommer natürlich auch geben. Im Café sollen etwa 35 Sitzplätze entstehen.

Blau ist übrigens die Lieblingsfarbe von Annett Zachmann. Das passt.

"Haus hat Sanierung verdient"

Es waren zwei Gründe, die Jörg Ebenhoch aus Sterkelshausen und seinen erwachsenen Sohn Stefan dazu bewegt hatten, das blaue Haus, Brückengasse 11, in Rotenburg zu kaufen, sanieren und auszubauen: Einen ganz pragmatischen, nämlich eine Altersvorsorge durch eine Immobilie zu schaffen. Und einen idealistischen: „Das schöne Haus hat es einfach verdient, saniert zu werden“, sagt Jörg Ebenhoch. Besonders gut sei, dass das Haus eine Gewerbefläche hat. 

Ebenhoch hofft, mit Kauf und Renovierung auch Vorbild zu sein für andere, um die Innenstadt attraktiver zu machen. „Ganz ehrlich: Ich finde es unsäglich, wenn immer geschimpft oder auf die Stadt gezeigt wird. Es ist nun mal Sache des Eigentümers, Geld in die Hand zu nehmen und in das Gebäude zu investieren. Und dabei sollte man auch auf die Wünsche der Mieter eingehen“. 

Die Ebenhochs haben das Haus von Grund auf sanieren müssen. Es wurde entkernt und unter Berücksichtigung der Denkmalpflegeauflagen modernisiert. „Was erhalten werden konnte, wurde auch erhalten“, sagt Jörg Ebenhoch: Fachwerk und Gewölbekeller zum Beispiel. Es wurden Wände versetzt, das Gebäude wurde denkmalgerecht mit Holzfaser, das Dach mit Isofloc gedämmt. „Wir hatten uns extra einen Energieberater dazu geholt.“ Auch eine neue Gasheizung wurde installiert. Architekt war Thomas Rabe. 

Jetzt beherbergt das Haus zwei Maisonettewohnungen, eine mit 68 Quadratmetern, eine mit 88 und einer Galerie. Zu ihnen gehören moderne große Bäder. Der Café-Bereich wurde ebenfalls erneuert und den Wünschen von Annett Zachmann angepasst. „Wir waren eigentlich völlig offen für jegliche Art von Gastronomie. Den Bereich Döner wollten wir allerdings nicht, hätten uns aber auch eine chice Cocktailbar vorstellen können, erzählt Ebenhoch weiter. Annett Zachmann habe sich schon sehr früh bei ihnen gemeldet und ihr Konzept vorgestellt. „Das hat uns überzeugt. Wir wollten etwas Nachhaltiges, und Frau Zachmanns Ideen entsprechen dem."

Quelle: HNA

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