Vorsitzender der FDP-Fraktion im Kreistag äußert sich nach Interview

Bernd Böhle wehrt sich gegen Kritik von Landrat Koch

Bernd Böhle

Hersfeld-Rotenburg. Bernd Böhle, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Kreistag Hersfeld-Rotenburg, wehrt sich gegen die Kritik von Landrat Dr. Michael Koch. Dieser hatte ihm im Interview mit unserer Zeitung vorgeworfen, „das kleine Einmaleins des Haushaltsausgleichs nicht zu verstehen“.

Koch reagierte damit auf den Vorwurf der FDP, in der Beschlussvorlage zum Klinik-Verbund getrickst zu haben (wir berichteten ebenfalls).

In einer Pressemitteilung weist Böhle die Aussagen des Landrats zurück. In einer bisher sachlich geführten Diskussion mit berechtigten Fragen reagiere der Landrat erneut mit persönlichen Herabwürdigungen. „Die Bewertung, ob ich das kleine Einmaleins des Haushaltsausgleichs verstehe, insbesondere im Hinblick auf meine Tätigkeit als Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses in Bad Hersfeld und den mit großer Mehrheit beschlossenen ausgeglichenen Haushalt, überlasse ich bewusst den Bürgern als Souverän.“ 

Fakt sei jedoch, dass in der Beschlussvorlage des Kreissausschusses geschrieben wurde, dass aus heutiger Sicht monatliche Einlagen für den Klinik-Verbund in Höhe von 500 000 Euro auskömmlich seien. „Hierzu habe ich gesagt, dass dies ein Trick ist, um die Zahl von sechs Millionen Euro jährlich aus der Diskussion herauszuhalten“, so Böhle.

Daran ändere auch die Aussage Kochs nichts, dass der Landkreis Zuweisungen vom Land nur sukzessive erhalte und diese dann abführe. „Wenn man dieser Argumentation folgt, müssten wir im Haushaltsplan zum Beispiel auch künftig nicht mehr die jährlichen Personalkosten veranschlagen, sondern nur noch die einzelnen Beträge, die in regelmäßigen Abständen an die Mitarbeiter gezahlt werden.“ (red/nm)

Landrat Dr. Michael Koch im Interview

Auch interessant

Kommentare zu diesem Artikel