Geologische Besonderheiten

Fahrradrundweg zur  Bergbaugeschichte im Richelsdorfer Gebirge geplant

Durch die Geschichte des Bergbaus: Diethard Lindner und Bürgermeister Ralf Hilmes, hier an der Grube Münden bei Nentershausen, freuen sich auf den neuen Fahrrad-Rundweg.

Nentershausen/Sontra/Cornberg. Der Bergbau prägte das Richelsdorfer Gebirge und seine Menschen. Ein Fahrradrundweg wird jetzt geschaffen, der die Bedeutung des Bergbaus zeigt.

Neben dem Bergbau werden geologische Besonderheiten im Zentrum des Projekts stehen, das den Arbeitstitel „Glück-Auf-Weg“ trägt. Die Streckenführung steht schon fest: Sie wird Radler zum Nentershäuser Bergbaumuseum führen und zu dem zur Grube Münden gehörenden Mundloch bei Nentershausen (siehe Karte: Nummer 1). Schwerspat wurde hier abgebaut. Beim Triesch (2) werden die Radfahrer einen alten Förderturm sehen und in Solz (3) auf die Entstehung der Bergarbeitersiedlung hingewiesen werden.

Naturkunde: Diethard Lindner zeigt im Cornberger Sandsteinbruch auf uralte Saurierfährten.

An der Strecke liegt auch der Erdfallsee bei Dens (4) und der Sandsteinbruch bei Cornberg (5). Am Brodberg in Sontra (6) schließlich sehen die Radler die alten Industriegebäude und erfahren, auf welche Weise Kupfer aus dem Kupferschiefer gewonnen wurde. Die Region sei geologisch sehr interessant, aufgrund ihrer Bergbau-Geschichte aber auch kulturell, sagt Diethard Lindner, Diplom-Geologe und bei der touristischen Arbeitsgemeinschaft Geo-Naturpark Frau-Holle-Land auch zuständig für Radwege. Cornberger Sandstein sei Geologen weltweit ein Begriff.

„Wandern und Radfahren sind im Kommen“, sagt Nentershausens Bürgermeister Ralf Hilmes. Der Rundweg sei ein Angebot an Urlauber, in der Region zu verweilen. Für Hilmes ist die gemeinsame Entwicklung des Radwegs auch ein weiteres Beispiel für die gelingende interkommunale Zusammenarbeit mit Sontra. Mitglieder der Heimatvereine von Nentershausen, Sontra und auch Cornberg hätten die Ideen erarbeitet, berichtet Hilmes. Die Koordinierung übernimmt der Geo-Naturpark.

Rund 35 Kilometer lang wird der Radweg sein. Die Kosten werden sich laut Hilmes auf rund 30 000 Euro belaufen, wobei gut zwei Drittel aus Fördermitteln der EU stammen. Die Gemeinden Nentershausen und Sontra bringen das übrige Geld auf, und auch die Gemeinde Cornberg werde sich wohl mit einem kleineren Beitrag beteiligen, so Hilmes.

Neu gebaut werden soll allerdings nicht. Bestehende Radwege, etwa der kürzlich eingeweihte Weg von Sontra nach Nentershausen, sowie kleinere Sträßchen werden genutzt und entsprechend beschildert.

Die Ausschreibung für die Beschilderung sei noch nicht erfolgt, sagt Hilmes. Im Jahr 2019 soll der Weg eröffnet werden.

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