Grippewelle bringt Blutspendedienste in Not

Beim Roten Kreuz wird das Blut knapp - Krankenhäuser im Landkreis sind aber versorgt

Hersfeld-Rotenburg. Die Grippewelle sorgt bundesweit für einen Rückgang an Blutspenden. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) schlägt Alarm.

„Die Lage ist derzeit sehr angespannt, wir haben keine Vorräte mehr“, sagt Stefanie Fritzsche, Sprecherin des Deutschen Roten Kreuzes Baden-Württemberg/Hessen, das auch die Krankenhäuser im Landkreis Hersfeld-Rotenburg mit Blutkonserven versorgt.

„Momentan haben wir acht Prozent weniger Blutspenden, als wir benötigen“, sagt Fritzsche. Bislang könne das DRK aber noch alle Krankenhäuser mit frischem Blut versorgen.

„Bei uns die Blutversorgung gesichert“, bestätigte Werner Hampe, Sprecher des Klinikums Bad Hersfeld-Rotenburg. Auch im Rotenburger Kreiskrankenhaus (KKH) komme es bislang nicht zu Lieferschwierigkeiten, wie KKH-Geschäftsführer Frank Alemany berichtet.

Zwar musste laut DRK-Sprecherin Fritzsche noch keine Operation wegen Blutkonservenmangels verschoben werden. Sie appelliert aber gerade jetzt an gesunde Menschen, Blut zu spenden.

1386 haben schon gespendet

Auf die Menschen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg sei Verlass, betont Fritzsche. „Bei der jüngsten Blutspende im Landkreis, am Dienstag in Bad Hersfeld, waren die Menschen sehr fleißig“, sagt die DRK-Sprecherin. Von 111 Spendewilligen durften 95 tatsächlich spenden. In diesem Jahr haben beim DRK landkreisweit an 15 Terminen bereits 1386 Menschen Blut gespendet. Das sei im Vergleich zu den Vorjahren ein normaler Wert. Die Grippewelle habe in Hersfeld-Rotenburg also bislang noch nicht zu einem Rückgang geführt.

„Rund um Ostern wird’s allerdings traditionell kritisch, weil viele Spender verreisen.“ Hinzu komme die Grippewelle, die dafür sorgen könnte, dass in den kommenden Wochen Engpässe entstehen. Denn wer eine fiebrige Erkältung hat oder Antibiotika einnimmt, darf die folgenden vier Wochen kein Blut spenden.

Größter Bedarf bestehe bei der Blutgruppe 0. „Vor allem 0 mit Rhesusfaktor negativ ist gefragt, da diese Blutgruppe universalverträglich ist“, so Fritzsche. Nur sechs Prozent in Deutschland haben diese Blutgruppe. „Da normalerweise nur blutgruppengleich transfundiert wird, weil sonst lebensbedrohliche Abwehrmechanismen erfolgen könnten, ist die Blutgruppe 0 Rhesus negativ sozusagen der Joker“.

Ab 22. März wird wieder gespendet

Das sind die nächsten Blutspende-Termine des Deutschen Roten Kreuzes iim Landkreis Hersfeld-Rotenburg:

  • Donnerstag, 22. März: Hohenroda, Bürgerhaus Ausbach, Dorfplatz 4, von 15.45 bis 19.45 Uhr
  • Freitag, 23. März: Bebra, Berufliche Schulen, Auestraße 30, von 15.45 bis 20 Uhr
  • Freitag, 23. März: Rotenburg, Bürgersaal, Poststraße 17, von 16 bis 20 Uhr.
  • Dienstag, 27. März: Haunetal, DGH Rhina, Wetzloser Straße 29, von 17.30 bis 21 Uhr Weitere Termine gibt es im Internet unter www.blutspende.de.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare