Polizei: "Alle waren einsichtig"

Blitzermarathon in Hersfeld-Rotenburg: 18 Temposünder erwischt

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Auf der Lauer: Bianca Dürr und ihre Kollegen von der Polizeidirektion Hersfeld kontrollierten am Mittwochnachmittag auf der B 83 zwischen Rotenburg und Alheim-Heinebach die Geschwindigkeit. 

Hersfeld-Rotenburg. Beim Blitzermarathon sind der Polizei im Landkreis Hersfeld-Rotenburg am Mittwoch lediglich 18 Temposünder ins Netz gegangen.

Auf der Bundesstraße 83 bei Alheim zogen die Beamten zudem ein Motorrad aus dem Verkehr – allerdings nicht wegen erhöhter Geschwindigkeit. 

Bei dem Motorrad war aufgrund eines veränderten Auspuffs die Betriebserlaubnis erloschen. „Insgesamt verliefen die Kontrollen aber unspektakulär, keiner der Angehaltenen hat einen Zirkus veranstaltet“, sagte Hauptkommissar Achim Lotz, Einsatzleiter des Blitzermarathons im Kreis, am Mittwochabend zufrieden. „Niemand war 20 km/h schneller als erlaubt, alle Verstöße lagen somit im Verwarngeldbereich und wurden gleich bar bezahlt.“

„Die Fahrzeugpapiere bitte“: Die Beamten winkten auch in Neuenstein zahlreiche Autofahrer aus dem Verkehr. 

Sieben Beamte im Einsatz

Im Einsatz waren sieben Beamte. Unter anderem kontrollierten sie Auto-, Motorrad- und Lkw-Fahrer auf der Bundesstraße 324 zwischen Bad Hersfeld und Neuenstein-Aua sowie auf der B 83 zwischen Rotenburg und Alheim-Heinebach – obwohl diese Messstelle vorab nicht angekündigt worden war. Hauptkommissar Lotz: „Das war ein Versehen der Verwaltung und keine böse Absicht.“ Traditionell veröffentlicht die Polizei im Vorfeld ihrer Blitzermarathons sämtliche Messstellen.

Hier alle Informationen über den Blitzer-Marathon in Nordhessen.

Mit einer Laserpistole überprüfte die Polizei im Kreis Hersfeld-Rotenburg zwischen 6 und 18 Uhr insgesamt 356 Fahrzeuge. War eines zu schnell, meldeten sie die Tempoverstöße an die Beamten, die wenige hundert Meter weiter postiert waren und die Fahrzeuge auf einen Parkplatz winkten. „Die meisten Autofahrer haben es mit Humor genommen und haben sich einsichtig gezeigt“, sagte Hauptkommissar Lotz, „Wir haben die Fahrer in Gesprächen über die Gefahren im Straßenverkehr aufgeklärt.“

Angehalten wurden vor allem Temposünder, aber auch Fahrer mit Handy am Ohr sowie Fahrzeuge mit offensichtlichen Mängeln – insgesamt 78 Fahrzeuge.

300 Messstellen hessenweit

Hessenweit waren nach Angaben der hessischen Polizei beim Blitzermarathon an über 300 Messstellen etwa 700 Polizisten und Mitarbeiter der Kommunen im Einsatz. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, starben im vergangenen Jahr hessenweit 213 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr.

Hintergrund: Wer zu schnell ist, riskiert ein Fahrverbot

Geldbußen, Fahrverbote, Punkte in Flensburg: Wer am Steuer zu schnell unterwegs ist, dem drohen teils empfindliche Strafen. Der Überblick:

Innerorts • bis 10 km/h: 15 Euro • 11 bis 15 km/h: 25 Euro • 16 bis 20 km/h: 35 Euro • 21 bis 25 km/h: 80 Euo (plus ein Punkt im Fahreignungsregister des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg) • 26 bis 30 km/h: 100 Euro (plus ein Punkt) weitere Staffelung bis: • über 70 km/h: 680 Euro (zwei Punkte, drei Monate Fahrverbot)

Außerorts 

• bis 10 km/h: 10 Euro • 11 bis 15 km/h: 20 Euro • 16 bis 20 km/h: 30 Euro • 21 bis 25 km/h: 70 Euro (plus ein Punkt) • 26 bis 30 km/h: 80 Euro (plus ein Punkt) • 31 bis 40 km/h: 120 Euro (plus ein Punkt) weitere Staffelung bis: • über 70 km/h: 600 Euro (zwei Punkte, drei Monate Fahrverbot)

Quelle: HNA

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