Parlament hat entschieden

Feuerwehrgerätehaus: Stadt soll Kosten für Umbau in Bebra ermitteln

Steht seit 1977: das Gerätehaus am Mehrzweckplatz in Bebra. Nun werden die Kosten eines Umbaus geprüft.
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Steht seit 1977: das Gerätehaus am Mehrzweckplatz in Bebra. Nun werden die Kosten eines Umbaus geprüft, Magistrat und Feuerwehrkommission sollen zudem bereits nach einem Standort für einen Neubau suchen.

Vor einem Neubau wird geprüft, was ein Umbau des Feuerwehrgerätehauses am Mehrzweckplatz in Bebra kosten würde. Ein mögliches Grundstück für einen Neubau wird aber schon gesucht.

Bebra – Während der Nachbar in Rotenburg am Wochenende eine neue Feuerwache für 11,5 Millionen Euro eingeweiht hat, soll in Bebra vor einem Neubau zunächst durch ein Ingenieurbüro geprüft werden, ob und vor allem für wie viel Geld das Feuerwehrgerätehaus am Mehrzweckplatz in der Kernstadt umgebaut werden kann. Das entschied das Parlament in seiner jüngsten Sitzung.

Dennoch sollen der Magistrat und die neugebildete Feuerwehrkommission bereits nach einem geeigneten Standort für einen Neubau suchen und diesen sichern. Die CDU schlägt dazu das städtische Grundstück zwischen Rathausstraße und Kerschensteinerstraße vor. Zudem sollen mögliche Fördertöpfe geprüft und die Ergebnisse der Kostenschätzung zur erneuten Beratung den städtischen Ausschüssen vorlegt werden.

Prüfdienst hat Mängel festgestellt

Der Technische Prüfdienst Hessen hatte bei der jüngsten Kontrolle – nicht nur in der Kernstadt – Mängel festgestellt, die teilweise bereits seit 2009 bestehen. Das Gerätehaus am Mehrzweckplatz steht seit 1977, laut den Prüfern reicht etwa der Abstand zwischen den geparkten Feuerwehrfahrzeugen nicht aus (wir berichteten). Die Mängel seien nicht so akut, dass die Gerätehäuser nicht mehr nutzbar sind, so Bebras Stadtbrandinspektor Manuel Koch. „Aber es muss etwas passieren und es wird nicht bei 100 Euro und einem Eimer Farbe bleiben.“

Die CDU hatte in der Sitzung mit ihrem Antrag zunächst gefordert, dass der Magistrat nicht nur die Kosten für den Umbau, sondern auch für einen Neubau durch ein Ingenieurbüro prüfen lassen soll. Für die Frage, ob ein Neubau oder ein Umbau wirtschaftlicher sei, werde eine Vergleichberechnung benötigt, sagte Michael Gauler. Das sah die SPD anders: Zuerst sollten die Kosten für den Umbau geschätzt werden. Schon bei einem Entwurf für einen Gerätehausneubau für fünf Millionen Euro liege der Mindestsatz der Planer bei gut 100 000 Euro, argumentierte Stefanie Koch. Würde zunächst das bestehende Gerätehaus geprüft, stehe schnell fest, ob ein Umbau wirtschaftlich sei. Zudem schlug die SPD vor, die Feuerwehrkommission mitentscheiden zu lassen.

Geld wird im Haushalt bereitgestellt

Die Christdemokraten stimmten den Änderungen ihres Antrags – nach einer kurzen Unterbrechung – zu, ebenso das restliche Parlament. Die Stadt soll nun entsprechend Geld im Haushalt 2021 bereitstellen. (cig)

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