Aus Gebrauchtem entsteht Neues

Kunst mit Upcycling: Bebraer Schüler präsentieren besondere Kunstausstellung

Kreativ umgenutzt: Aus einer alten Badewanne wurde eine Gartenliege. Der Fachbereich Gestaltung der Beruflichen Schulen in Bebra präsentiert in seiner Ausstellung eine Fülle von kreativen Ideen.

Faszinierende Vielfalt bietet die Kunstausstellung des Fachbereichs Gestaltung der Fachoberschule an den Beruflichen Schulen Bebra.

Sie wurde am Donnerstagabend mit viel Prominenz eröffnet. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen elf und zwölf überraschten mit neuen Ansätzen, kreativen Ideen und vielen außergewöhnlich interessanten Arbeiten, die sie an neuen Orten präsentierten.

Erstmals war auch der Schulgarten Teil der Ausstellung. Hier gab es zum Beispiel ungewöhnliche Gartenmöbel zu sehen, hergestellt aus alten Auto- und Traktorenreifen, nicht mehr benötigten Badewannen, einem Trampolin, Drahtkisten, Holz- und Stoffresten oder Beton. Sie waren zu Schaukeln, Liegen, und verschiedenen Sitzgelegenheiten gestaltet worden, bunt und kreativ und für die Bequemlichkeit mit selbst genähten Kissen ausgestattet. Upcycling nennt sich das Projekt, bei dem aus Gebrauchtem, nicht mehr Benötigtem etwas Neues entsteht.

Außergewöhnlich  vielfältig: Kunstausstellung an den Beruflichen Schulen Bebra

Für kreative Umnutzungen gab es viele Beispiele zu sehen. Unter anderem haben die Jugendlichen aus Knöpfen interessante Dinge hergestellt, Bilderrahmen oder Koffer beklebt, Kleidungsstücke und Hüte gestaltet oder – besonders eindrucksvoll – hunderte von Knöpfen bemalt und daraus ein Bild zusammengesetzt.

Auch mit Stoff lernen die angehenden Gestalter umzugehen. Sie haben Taschen und Täschchen aus verschiedenen Materialien genäht und eigene Mode entworfen. Figurinen mit interessanten Kreationen gab es gezeichnet, als Collagen geklebt oder als kleine Figuren.

Masken wurden hergestellt, faszinierende Lichtobjekte in einem abgedunkelten Raum präsentiert, Fantasy-Figuren in Lebensgröße in einen Wohnwagen gestellt, Buchillustrationen entwickelt, Stifte gedrechselt, Inneneinrichtungen entworfen und vieles mehr.

All das passierte nicht von selbst, machten die Lehrkräfte Judith Sperlich und Esther Balweg deutlich, sondern kostete viel Schweiß und auch ein paar Tränen. Das Ergebnis ist jedenfalls höchst sehenswert und kann noch bis zum Schuljahresende in der Schule betrachtet werden. Und natürlich gab es auch Kreativ-Verpflegung: Die Schüler buken kunterbunte Waffeln für ihre Gäste.

Kommentare