Start in die Karriere: Gesellen-Freisprechungsfeier in Bebra

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Die Riege der Elektroniker mit ihren Ausbildern und Lehrern, dem Kreishandwerksmeister und Obermeister Uwe Willich (rechts): Lutz Schäfer (vorne von links), Marius Nuhn, Peter Hehr und Steve Fuchs.

Bebra. Kraftfahrzeugmechatroniker, Anlagenmechaniker (SHK), Elektroniker und Metallbauer: 27 Junghandwerker aus Hersfeld-Rotenburg haben ihre Zeugnisse entgegengenommen.

Nicht nur die beiden „Überflieger“ der Winter-Gesellenprüfung 2018/2019, der Kraftfahrzeugmechatroniker David Znottka aus Bad Hersfeld und der Elektroniker Peter Hehr aus Rotterterode, konnten stolz sein auf ihre Leistungen und voller Freude ihre Gesellenbriefe in Empfang nehmen.

Auch ihre Mitstreiter, die weiteren 14 Kraftfahrzeugmechatroniker und sieben Anlagenmechaniker (SHK), die weiteren drei Elektroniker und der Metallbauer Kevin Christopher Allen, die allesamt ihre Ausbildung in Betrieben absolviert haben, die der Kreishandwerkerschaft Hersfeld-Rotenburg angeschlossen sind, sind ein gutes Stück auf ihrem Berufs- und Lebensweg vorangekommen. Grund genug, das „frohe Ereignis“ in stilvollem Rahmen in „Bebras Hessischem Hof“ zusammen mit Ausbildern, Lehrern, Prüfern, Ehrengästen, Eltern und Verwandten zu feiern und sich voneinander zu verabschieden.

Wie immer beim Wintertermin oblag es Obermeister Kurt Modenbach, dem stellvertretenden Kreishandwerksmeister, Handwerkernachwuchs und Gäste in Anwesenheit von Kreishandwerksmeister Marco Diegel und Hauptgeschäftsführer Hans-Wilhelm Saal zu begrüßen und nach altem Brauch von den Verpflichtungen des Lehrvertrages freizusprechen. „Sie haben Ihr Können unter Beweis gestellt und den Grundstein für weiteres Vorankommen gelegt“, betonte der erste Mann der Innung der Metallhandwerke. Gleichwohl gelte es, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben und sich weiterzubilden. „Sie sind in der Lage, für sich selbst zu sorgen und verantwortlich zu handeln. Übernehmen Sie Verantwortung, stehen Sie ein für Sorgfalt, Qualität, Termintreue und Kundenfreundlichkeit, seien Sie Ihren Betrieben ein fairer Partner, und versuchen Sie, auch Ihren Chef zu verstehen“, rief der Rotenseeer der Jung-Gesellenrunde zu, der diesmal immerhin eine „Jung-Gesellin“, die Kraftfahrzeugmechatronikerin Lena Waldeck aus Kathus, angehörte.

Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Hersfeld-Rotenburg

„Ich wollte schon immer etwas Handwerkliches machen“, erzählt die 21-jährige Kreisstädterin, die ihre Lust aufs Autoreparieren beim Reifenwechseln entdeckt hat. Inzwischen zweifelt sie keinen Moment mehr daran, dass sie ihren „Traumberuf“ gefunden hat. Für dessen Ausübung bedürfe es jedoch nach wie vor einer gehörigen Portion Durchhaltevermögens.

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Festrednerin am Freitagabend war die Leiterin der Beruflichen Schulen in Bebra, Ivonne Buchenau. „Seien Sie stolz und vergessen Sie nicht all denen zu danken, die Sie auf ihrem Lebens- und Lernweg unterstützt haben“, rief sie den Freigesprochenen zu. „Vertrauen Sie auf Ihr Wissen und Können und gestalten Sie Ihre Zukunft!“ Freimütig gab sie zu, „nur Lehrerin und nicht Handwerkerin“ zu sein. Als gelernter Kunsthandwerkerin bereite es ihr allerdings immer wieder große Freude, wenn sie sich Zeit fürs Klöppeln nehmen und das Ergebnis ihrer Arbeit betrachten könne. „Machen Sie es auch so: Gehen Sie mit Freude und Elan ran, leben Sie Ihren Beruf und lassen Sie ihn zur Berufung werden!“

Nach einem leckeren Abendessen durften die Junghandwerker auf der Bühne des Festsaals von „Bebras Hessischem Hof“ ihre Zeugnisse entgegennehmen – beglückwünscht von den Obermeistern, Ausbildern und Lehrern. Moderiert wurde die Zeugnisausgabe von Hauptgeschäftsführer Saal, tatkräftig unterstützt von Evelyn Slotta von der Kreishandwerkerschaft. (zwa)

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