Kreisverkehrswacht zieht Bilanz

Sicherheit auf der Straße: Ablenkung am Steuer ist ein großes Problem

Bebra. Die Kreisverkehrswacht Hersfeld-Rotenburg hat für das Jahr 2017 Bilanz gezogen. Ein großes Problem auf den Straßen: Abgelenkte Autofahrer.

Die Kreisverkehrswacht war mit vielen Aktionen zur „Erziehung der Verkehrssicherheit“ unterwegs. Das berichtete Vorsitzender Reinhold Bleß in der Jahreshauptversammlung in Bebras Hessischem Hof.

Seine Organisation versuche immer wieder ehrenamtlich, engagiert und sachkundig präsent zu sein, um die Sicherheit für Kraftfahrer, Fußgänger, Rad- und Motorradfahrer auf den Straßen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg zu verbessern. 

Ein wichtiges Thema im Berichtszeitraum sei die Sichtbarkeit und Ablenkung im Straßenverkehr gewesen. Manchmal könnten schon einige Meter Leben retten.

Passanten sind im Dunkeln erst spät zu sehen

„Ob ein Kraftfahrer rechtzeitig bremsen kann, hängt davon ab, wann er andere Verkehrsteilnehmer sieht“, sagte Bleß. 

Schon bei einer Geschwindigkeit von 50 Kilometer pro Stunde betrage der durchschnittliche Anhalteweg eines Autos 40 Meter. Das sei vielen Verkehrsteilnehmern nicht bewusst. 

Passanten oder Radfahrer würden bei Dunkelheit im Scheinwerferlicht eines Fahrzeugs erst ab einem Abstand von 25 Metern wahrgenommen. Für eine rechtzeitige Reaktion sei das oft zu spät. 

Bleß sprach sich deshalb für reflektierende Kleidung, Ranzen und Westen sowie eine funktionstüchtige Beleuchtung von Zweirädern aus, damit Fußgänger und Radfahrer früher sichtbar seien.

Ablenkung am Steuer durch Handys ist ein großes Problem

Ein großes Problem sei die Ablenkung am Steuer eines Fahrzeugs. Das sei mit das größte Unfallrisiko im Straßenverkehr. 

Der Vorsitzende rief dazu auf, als Fahrer keine Handys zu benutzen, keine E-Mails oder SMS zu schreiben und auch auf Essen, Trinken und Rauchen zu verzichten. Durch diese Tätigkeiten während des Fahrens könnten sie ihr Leben und das ihrer Mitfahrer in Gefahr bringen.

In etwa 150 Aktionen zur Verkehrssicherheit im Landkreis sei die Kreisverkehrswacht tätig gewesen. Das sei nur durch den ehrenamtlichen Einsatz ihrer jugendlichen und erwachsenen Mitglieder möglich gewesen. 

Ihnen sprach Bleß den Dank des Kreisverbandes aus. „Nur wenn viele mithelfen und ihre Freizeit opfern, kann etwas für mehr Verkehrssicherheit auf den Weg gebracht werden“, stellte der Vorsitzende fest.

Voller Terminkalender für 2018

Auch in diesem Jahr sei der Terminkalender mit Aktionen und Veranstaltungen gut gefüllt. Für ihre erfolgreiche Arbeit benötige die Kreisverkehrswacht immer wieder Geräte und Programme, die viel Geld kosten. 

Das gehe nur mit der Unterstützung von Sponsoren, denen Bleß für ihr Engagement dankte.

Mehr ausgegeben als eingenommen hat die Kreisverkehrswacht im vorigen Jahr, berichtete Schatzmeister Dieter Könnecke. Das könne die Kreiskasse aber verkraften. 

Eine gute Kassenführung bescheinigte Bürgermeister Markus Becker (Ronshausen) dem Schatzmeister. Als Kassenprüfer schied Becker aus. Zu seinem Nachfolger wurde Kreisbeigeordneter Herbert Heisterkamp gewählt.

Der Vertreter des Landkreises hatte zuvor wie andere Gäste, darunter Peter Wöbbeking von Hessen Mobil, Gerhard Brink vom Landesverband und Thomas Specht vom Kreisfeuerwehrverband, die Arbeit der Kreisverkehrswacht für mehr Sicherheit im Straßenverkehr gewürdigt.

Viele Ehrungen für langjähriges, unfallfreies Fahren

Der Bad Hersfelder Dieter Gieseke wurde ebenso wie Horst Kilian (Oberaula), Hans-Heinrich Sauerwein (Ludwigsau) und Karl-Heinz Uhe (Rotenburg) für 60 Jahre, Annida Diehl (Oberaula), Ernst Richardt (Ronshausen) und Alfred Werner (Alheim) für 50 Jahre sowie Hannelore Fischer (Hauneck) und Elke Thea Krause (Alheim) für 40 Jahre unfallfreies Fahren im Straßenverkehr von der Kreisverkehrswacht ausgezeichnet.

Die Kreisverkehrswacht Hersfeld-Rotenburg ehrte bewährte Kraftfahrer für unfallfreies Fahren (von links): stellvertretender Vorsitzender Jens Zilch, Kreisbeigeordneter Herbert Heisterkamp, Karl-Heinz Uhe, Annida Diehl, Hans-Heinrich Sauerwein, Elke Thea Krause, Horst Kilian, Hannelore Fischer, Ernst Richardt, Alfred Werner, Dieter Gieseke und Vorsitzender Reinhold Bleß. Um das komplette Bild zu sehen, klicken Sie auf die Pfeile oben rechts. 

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