SEB nutzt Fördergeld für Installationen und Events in der Innenstadt

Das sind die Pläne fürs Bebra-Dreieck

Im Kampf mit dem Virus: Mit dieser Bildmontage bewarb sich Bebra beim Förderprogramm des Landes – mit Erfolg. Prügel für die Pandemie verteilen von links Heike Funk, Daniel Schmerfeld, Sascha Moseberg und Stefan Pruschwitz.
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Im Kampf mit dem Virus: Mit dieser Bildmontage bewarb sich Bebra beim Förderprogramm des Landes – mit Erfolg. Prügel für die Pandemie verteilen von links Heike Funk, Daniel Schmerfeld, Sascha Moseberg und Stefan Pruschwitz.

Im Kampf mit den Giganten des Onlinehandels und den Folgen der Corona-Pandemie sieht Stadtentwickler Stefan Pruschwitz nur eine Chance: Bebras Innenstadt muss zum Erlebnisraum werden und für Momente sorgen, die das Internet nicht bieten kann.

Bebra - Möglich werden soll das unter anderem durch mehrere Events im „Bebra-Dreieck“ zwischen Lokschuppen, Rathausmarkt und dem Anger – und 20 000 Euro aus dem Landesprogramm Ab in die Mitte. Bebra war erneut als einer der Sieger aus dem jährlichen Wettbewerb hervorgegangen (wir berichteten). Voraussichtlich von Juni bis September sollen sieben Veranstaltungstage die Besucher zurück in die Innenstadt bringen. Geplant sind etwa „kleine und feine“ Auftritte von Musikern, Künstlern, Artisten, Sportlern und Schaustellern, die nicht geballt an einem Ort, sondern verteilt stattfinden – notfalls coronabedingt „in Höfen und mit Einlasskontrollen“.

Auch ein Dinner-Event für Wohnmobilisten und einen Einzelhändlerflohmarkt unter freiem Himmel, jeweils mit Begleitprogramm für alle Innenstadtbesucher, hat die Stadtentwicklung SEB in Arbeit. Ein Stadtfest (oder gar die ausgefallene Jubiläumsfeier) könnten die Veranstaltungen aber nicht ersetzen, so der Geschäftsführer.

„Wir hängen derzeit etwas in der Luft, weil die Öffnung noch nicht da ist“, sagt Pruschwitz. Dennoch ist er verhalten optimistisch, dass sich die Pandemiesituation durch die kommenden warmen Tage und den Impfzuwachs verbessere. Das Virus habe bei den Planungen zwar wiederholt dazwischengegrätscht, „wir sind als Team aber stark genug, um uns an die aktuelle Situation anzupassen.“

So könnte eine geschmückte Drahtüberspannung in der Nürnberger Straße aussehen.

Fest steht bereits, dass rund die Hälfte des Fördergeldes in eine Installation an der unteren und der oberen Nürnberger Straße sowie an der Bismarckstraße fließen wird. Dort sollen jeweils Netze aus Drähten gespannt werden, die für Veranstaltungen und Saisonhöhepunkte geschmückt werden. So könnten zum Valentinstag etwa rote Herzen über den Straßen baumeln und bei Stadtfesten zahlreiche Lampions die Bebraer Innenstadt erleuchten. Allein die Montage der Drähte für das „Mammutprojekt“ koste rund 10 000 Euro, so Pruschwitz. „Das ist aber eine nachhaltige Geschichte, von der wir auch in den kommenden Jahren profitieren.“

Ebenfalls sicher ist, dass die Stadt ihre „Blütenroute“ ausbauen will. Zwischen dem Einkaufszentrum und dem Bahnhofsvorplatz und hinter dem Rathaus sollen Blühflächen entstehen, zudem werden die bekannten Blumeninstallationen in der Innenstadt um Insektenhotels erweitert. In den unsicheren Corona-Zeiten setze die SEB auf nachhaltige Projekte. Fördergeld ist dabei stets willkommen. Die Eisenbahnerstadt hat sich wiederholt für „Ab in die Mitte“ beworben – und gewonnen. Auch die Veranstaltungen „Mittwochs in Bebra“ und „Duckfett & Döner“ sind Produkte des Programms. „Bebra hat einen guten Lauf“, sagt Pruschwitz.

Von Clemens Herwig

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