Livemusik lockt vor den Lokschuppen

Konzertreihe „Mittwochs in Bebra“ startet mit Biergarten und gut aufgelegten Why-Not-Acoustics

Tolles Duo: Rüdiger Brinkmann (links) und Siegfried Arnold – die in der Eisenbahnerstadt immer wieder gern gehörten Sänger und Gitarristen von Why Not Acoustic – freuen sich über die vielen Besucher bei der Premiere vor dem Lokschuppen.
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Tolles Duo: Rüdiger Brinkmann (links) und Siegfried Arnold – die in der Eisenbahnerstadt immer wieder gern gehörten Sänger und Gitarristen von Why Not Acoustic – freuen sich über die vielen Besucher bei der Premiere vor dem Lokschuppen.

Seit vielen Jahren schon wird an Sommerabenden mitten in der Woche in Bebra in gemütlicher Runde Musik gemacht. Dieses Jahr hat sich die Kult-Veranstaltung „Mittwochs in Bebra“ corona- und baustellenbedingt halbwegs neu erfunden.

Bebra - Es ging nämlich auf dem Platz vor dem Lokschuppen los, der sich für einen Feierabend mit Live-Musik geradezu anbietet. Auf dem hatten Lokschuppen-Manager Matthias Bähr, Stadtentwicklungschef Stefan Pruschwitz und ihr kleines Team wohlüberlegt Tische und Bänke platziert, hier und da ein paar Sonnenschirme, dazu noch eine Bühne und eine Bratwurstbude, und schon war der Biergarten am Bahnhof fertig. Gleich am ersten Abend ist er bestens besucht.

„Um Viertel vor fünf waren die ersten Mittwochs-in-Bebra-Fans da, um sich die besten Plätze zu sichern“, sagt Eva Köck, die es sich wie viele andere nicht nehmen ließ, bei der Premiere dabei zu sein: „Es ist wunderbar, dass wir uns mal wieder in größerem Rahmen treffen können, und dann auch noch achtmal hintereinanderweg, Klasse!“

Nicht viel anders sehen es Herbert und Hiltrud Prenzel aus Weiterode: „Wir sind schon all die Jahre dabei und genießen es, unter freiem Himmel ein Bierchen zu trinken und handgemachte Musik hören zu können.“ Kreishandwerksmeister a. D. Klaus Stöcker ist mit fünf Rentnern und Pensionären, die sich dem „Hochleistungssport Kegeln“ verschrieben haben, vor Ort: „Wie lange konnten wir uns schon nicht mehr richtig treffen. Endlich hat das jetzt ein Ende, und das Lokschuppen-Areal ist für Ruheständler doch ein idealer Platz, um den Tag ausklingen zu lassen.“

Tolles Ambiente: Lara Neumann (am vorderen Tisch von links), Wilfried Wedekind, Beate Novok, Patrizia Bettenhausen, Markus Novok und Christiane Wedekind genießen den ersten Mittwochs-in-Bebra-Abend vor dem Lokschuppen.

Ganz in der Nähe sitzt Johannes König aus Weiterode mit einer Gruppe junger Leute: „Sehr gemütlich hier, eine gute Ecke.“ Philipp Apel, der gerade in der fast 20 Leute langen Schlange vor der Bratwurstbude steht, urteilt mit Blick auf rund 250 Anwesende, darunter diverse Zaungäste: „Wahnsinn, was hier los ist!“

Daran haben die beiden, in Bebra bestens bekannten Why-Not-Acoustics Rüdiger Brinkmann aus Fritzlar und Siegfried „Siggi“ Arnold aus Kassel großen Anteil. Ihre ein halbes Jahrhundert Musik abdeckenden Cover-Songs, die von Oldies bis Charts, von Rock bis Ballade reichen, aber auch Eigenkompositionen beinhalten, kommen bestens an. Das eine oder andere Mal klatscht das Publikum sogar mit, freut sich über den schönen Abend, an dem die Sonne um Viertel vor neun kräftig strahlend gegen die Wolkendecke ankämpft. Beim nächsten Mal ist der von den Veranstaltern versprochene Sonnenuntergang bestimmt noch schöner.

Von Wilfried Apel

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