Lana Khalil ist beim Musical Weihnachtsfieber dabei

Beim Singen spürt sie die Freiheit: Junge Bebranerin feilt an ihrer Karriere

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Starke Stimme: Die 19-jährige Schülerin Lana Khalil aus Bebra verzaubert ihr Publikum mit Gesang-Soli im klassischen und modernen Stil. Auch beim neuen Musical „Weihnachtsfieber“ von Patrick Busch ist sie am Wochenende in Rotenburg dabei. 

Beim Stadtfest in Bebra stand Lana Khalil erstmals alleine auf der Bühne. Jetzt feilt die 19-Jährige an ihrer Gesangskarriere und ist beim Musical Weihnachtsfieber zu sehen.  

Beim Bebraer Stadtfest, vor zwei Jahren, wurde bei einem Song-Wettbewerb der Brüder-Grimm-Schule „The Voice of Bebra“ gesucht. Die heute 19-jährige Lana Khalil erreichte den zweiten Platz.

Die Gesangskarriere startete aber, als eine Freundin ihrer Mutter sie zum Jungen Chor Conbrio nach Weiterode begleitete. Da singt sie heute noch. Und auch beim Musical „Weihnachtsfieber“ wird sie am kommenden Wochenende in Rotenburg in der Göbel Hotels Arena mit von der Partie sein.

Als Kind habe sie es sich nicht vorstellen können, „öffentlich zu singen“, sagt die sympathische junge Frau. Geübt hat sie schon hin und wieder, allein im Badezimmer. Seit dem Gesangswettbewerb ist Lana Khalil mutiger geworden. Sie gründete mit ihrem damaligen Klavierlehrer Heinrich Janzen aus Asmushausen die Band Soundsuit. 

In wechselnder Besetzung tritt das Ensemble auf bei Veranstaltungen wie dem Neujahrsempfang der Stadt Bebra im vergangenen Jahr, beim Abi-Ball von Freunden, im Saal des Hessischen Hofs in Bebra, beim Mercedes-Benz-Verein in Fulda oder im Heuhof in Breitau. Auch beim Neujahrsempfang der Rotenburger SPD begeisterten die Sängerin und Heinrich Janzen am Klavier kürzlich mit Songs von Amy Winehouse und Lady Gaga.

„Ich brauche Musik, um zu mir selbst zu finden"

Privat hört sie gerne Jazz, Blues, Rock und Pop. Von Queen bis The Flamingos. Außer Musik und Gesang liest sie gerne Romane oder Sachbücher über Psychologie. Abschalten kann die junge Frau auch beim Joggen oder Zeichnen. Lana Khalil hatte nie Gesangsunterricht. Aber sie hat ein sehr feines Gespür für Sprache und natürlich für die Musik. „Ich brauche Musik, um zu mir selbst zu finden“, sagt sie. Dabei sei Erfolg nicht so wichtig wie die Wirkung. „Beim Singen geht es darum, Menschen zu berühren, sie zu inspirieren“.

Für die Schülerin aus Bebra bedeutet Singen Ausdruck ihrer Gefühle und Stressabbau zugleich. „Mit Musik kann man so unendlich viel beschreiben. Es gibt keinen Moment, in dem ich mich so frei fühle wie beim Singen“, erzählt sie.

Lana Khalil bevorzugt die tieferen Stimmlagen. Es sind diese eingängigen, jazzig angehauchten Songs zwischen Pop und Bossa Nova, mit denen sie ihr Publikum begeistert. Sparsame Arrangements bringen ihre wandlungsfähige Stimme mit warmen Timbre hervorragend zur Geltung.

Lampenfieber wie damals, bei „The Voice of Bebra“, hat Lana Khalil nicht mehr. Jetzt freut sie sich auf jede Probe und jeden Auftritt. In diesem Jahr werden Soundsuit unter anderem im Buchcafé in Bad Hersfeld zu sehen und zu hören sein.

Mehr Informationen zu Soundsuit gibt es bei Facebook.

Zur Person

Lana Khalil kam vor fünf Jahren von Syrien nach Deutschland. Sie besucht die elfte Klasse des Oberstufengymnasiums am Obersberg in Bad Hersfeld. In der Schule lernte sie viele Freunde durch die Musik kennen. Sie gründeten das Ensemble Soundsuit, das in wechselnder Besetzung zu verschiedenen Anlässen und Veranstaltungen, aber auch alleine, spielt. 

Bandmitglieder sind: Heinrich Janzen (Klavier), Michael Funk (Schlagzeug und Klavier), Elias Witt (Gitarre und Gesang), Patrick Diel (Bass) sowie Alex Ast (Rap). Mit ihren Eltern, zwei Schwestern und einem Bruder lebt die 19-Jährige in Bebra.

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