Drei Millionen Euro wurden investiert

Herberge für 106 Strabag-Azubis in Bebra eingeweiht

+
Neun Monate Bauzeit: Die neue Unterkunft haben auch Strabag-Azubis mitgebaut. So haben sie etwa am Aushub mitgewirkt, die Bodenplatte mitgegründet, ein Wörtchen bei der Gestaltung der Außenanlage mitgeredet und die Möbel mitmontiert. Fotos: Sebastian Schaffner

Bebra. Nach 281 Tagen Bauzeit hat der Strabag-Konzern am Montag in Bebra ein Unterkunftsgebäude für seine Auszubildenden eingeweiht. 50 Zimmer mit 106 Betten wurden eingerichtet.

Das dreigeschossige, gut 1800 Quadratmeter große Gebäude auf dem Gelände der Konzernlehrwerkstatt – direkt an der B 83 – hat sich Strabag nach eigenen Angaben rund drei Millionen Euro kosten lassen.

Von einem „weiteren wichtigen Schritt für Strabag in Bebra“ sprach Vorstandsmitglied Peter Hübner bei der Einweihungsfeier vor rund 250 geladenen Gästen. Hübner, der auch Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie ist, kündigte an, vor allem die Ausbildung der Baugeräteführer in Bebra „noch weiter zu konzentrieren“. Pro Jahr werden laut Konzernangaben rund 300 Lehrlinge in Bebra ausgebildet, darunter derzeit 47 Flüchtlinge.

Direkt neben der Arbeitsstelle: Die Auszubildenden, hier der 20-jährige Straßenbau-Azubis Jonathan Herr aus Bad Hersfeld, haben von ihrer Unterkunft freie Sicht auf das rund neun Hektar große Lehrgelände.

Auch Landrat Dr. Michael Koch wertete die Millioneninvestition als „klares Bekenntnis zum Standort Bebra“. Für ihn sei der Neubau ein weiteres Argument, um in Wiesbaden darauf zu drängen, dass Tiefbau-Auszubildende künftig an den Beruflichen Schulen in Bebra unterrichtet werden können – und nicht extra bis nach Kassel fahren müssen. Träger der Beruflichen Schulen ist der Landkreis.

Bebras Bürgermeister Uwe Hassl erinnerte daran, dass auf dem heutigen Lehrwerkstattgelände einst ein Freiholzlager war. Zudem hatte die Stadt Bebra um die Jahrtausendwende geplant, auf dem neun Hektar großen Areal ein Gefängnis zu bauen – den Zuschlag für die Justizvollzugsanstalt bekam allerdings Hünfeld. „Dass stattdessen Strabag zu uns gekommen ist, war für uns aus heutiger Sicht ein Quantensprung“, so Hassl, der den extra aus Köln und Wien angereisten Konzernchefs versprach, weiterhin ein guter Partner sein zu wollen. Zuvor hatte sich der Konzern bei der Stadt bedankt, den Bauantrag für die Unterkunft innerhalb von vier Monaten genehmigt zu haben.

Strabag-Vorstandsvorsitzender Dr. Thomas Birtel sagte, die Lehrwerkstatt in Bebra sei „beispielgebend“. Der Baukonzern plane, in den nächsten Jahren in Polen und Österreich nach Bebraer Vorbild ähnliche Lehrwerkstätten aufzubauen.

Kommentare