Feinschliff für den groben Fahrspaß

Neuer Bikepark in Bebra steht kurz vor der Fertigstellung

Auf der schon fast fertigen Strecke: Felix Horn aus Breitenbach, Phil Pickenhagen aus Rotenburg, Oliver Thrän aus Weiterode und Marius Lübeck aus Rotenburg, die beim Bikepark-Projekt von Anfang an mitgeholfen haben.
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Haben beim Projekt von Anfang an mitgeholfen: Felix Horn aus Breitenbach, Phil Pickenhagen aus Rotenburg, Oliver Thrän aus Weiterode und Marius Lübeck aus Rotenburg.

Jetzt ist Feinschliff angesagt: Der neu gestaltete Bikepark an der Kerschensteinerstraße in Bebra in unmittelbarer Nähe zum Jugendzentrum ist fast fertig.

„Wir sind jetzt an den Arbeiten, die noch etwas aufhalten, und müssen auch bewässern, weil es recht trocken ist – aber sonst ist alles startklar, damit wir schon bald eröffnen können“, sagt Uli Rathmann vom Fachbereich Generationen der Stadt Bebra.

Die Idee zu dem Bikepark-Projekt stammt von den jungen Bebranern selbst. Einige hatten Rathmannn angesprochen und daraufhin fanden bereits im September 2018 erste Gespräche im Rathaus zur Förderung des Mountainbike-Sports in Bebra statt. Mit dabei – damals als Chef der Stadtentwicklung – auch Bebras heutiger Bürgermeister Stefan Knoche. „Gemeinsam mit dem Mountainbike-Begeisterten und Berufsschullehrer Lothar Barth sowie Daniel Kramer und Michael Langheld von der Firma Fahrradwelt Bebra und Andreas Ehrnsberger von der Radstation Bebra entstand so der Wunsch nach einer Modernisierung des Bikegeländes an der Kerschensteinerstraße“, berichtet Rathmann.

Nach mehreren Workshops mit Aktiven und einem Bikepark-Experten stand dann auch das Grobkonzept, das inzwischen in einen herausfordernd hügeligen Parcours umgesetzt worden ist, bei dem – wie Phil Pieckenhagen und seine Freunde, die von Anfang an mitgeholfen haben versichern – „für jeden etwas dabei ist“. Will heißen: vom Anfänger, der erst einmal die kleineren Hügel ausprobieren will, bis hin zum Profi-Trick-Springer, für den sie eine sogenannte Double-Line angelegt haben, ist alles mit dabei. „Allerdings gilt safety first“, sagt Marius Lübeck. Mindestens Helm, am besten auch Protektoren wie Knieschoner sollten mitgebracht werden, um Verletzungen zu verhindern.

Denn was die Bike-Begeisterten dort nach der Fertigstellung erwarten wird, ist schon etwas gröberer Fahrspaß mit Rampen und Sprüngen. Die Höhe kann sich allerdings dann jeder nach fahrerischem Können und eigenem Zutrauen selbst aussuchen.

Legen letzte Hand an: Unser Bild zeigt – von links – die Macher und Sponsoren des Bebraer Bikeparks Uli Rathmann von der Stadt Bebra, Andreas Ehrnsberger und Anke Schröder von der Radstation Bebra, Lothar Barth von den Beruflichen Schulen Bebra, Sara Schulten, Leiterin des Jugendzentrums Bebra, Killian Sauerwein, kaufmännischer Leiter der Firma Beisheim, sowie Gianluca Ebbert, Ahmad Aldiab, Michael Neusel und Leon Max Draeger von der Firma Strabag.

Ermöglicht hat das Projekt, das laut Uli Rathmann bei seiner Fertigstellung einem Wert zwischen 30 000 und 40 000 Euro entspricht, eine Vielzahl von Kontakten, helfenden Firmen und Ausbildungsbetrieben. So haben alleine die Firma Beisheim, Gartenbau Zilch und die Baufirma Jakob etwa 1000 Kubikmeter Erdaushub angeliefert, um daraus das Gelände zu formen. Für Manpower und Maschinen sorgte die Konzernlehrwerkstatt der Strabag AG. „Für unsere Auszubildenden perfekt zum Baggerfahren-Üben und dabei entsteht auch noch etwas wirklich Tolles für die Stadt Bebra“, freut sich Ausbilder Michael Neusel. Den Bagger hierfür bekam er kostenlos von der Firma Atlas zur Verfügung gestellt.

„Das ganze Projekt ist ein Beispiel für gut funktionierende, ineinandergreifende Gemeinwesenstrukturen – heimische Firmen treten als Sponsoren auf, Schulen unterstützen mit Personal und dem Gelände, der Landkreis segnet die Nutzung seiner Flächen für ehrenamtliches Engagement und den Freizeitsport ab“, freut sich Rathmann.

Die jungen Leute, die den Bikepark später nutzen und pflegen, sind von Beginn an mit im Boot und die Stadt tritt als koordinierende und finanziell unterstützende Kraft auf. Und das durch die Gesamtkoordination in überschaubarem Rahmen: Denn die finanzielle Belastung des Stadtsäckels dürfte sich noch im vierstelligen Bereich bewegen, berichtet Rathmann.

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