Drei Stunden, drei Orchester

Blech trifft Saiten: Donnernder Applaus bei Konzertabend in Ellis Saal

+
Drei Orchester, ein Kopf: Igor Karassik führte launig durch den dreistündigen Abend und hatte im warmen Saal stets das Frottee-Handtuch griffbereit.  

Das Mandolinenorchester Weiterode, der Posaunenchor Bebra und das Eisenbahnblasorchester Bebra begeisterten am Samstag beim Konzert in Ellis Saal in Weiterode.

Eine dreistündige Schlittenfahrt hatte Igor Karassik, der musikalische Kopf aller drei Orchester, zu Beginn des Konzertabends versprochen, den das Weiteröder Mandolinenorchester auch gleich passend mit der „Petersburger Schlittenfahrt“ gefolgt von „Schneegestöber“ eröffnete. 

Während man allgemeinhin eine Schlittenfahrt mit „Väterchen Frost“ und klirrender Kälte verbindet, geriet im gut geheizten Saal nicht nur Orchesterchef Karassik, der nach jedem Musikstück sein Frottee-Handtuch bemühen mußte, gehörig ins Schwitzen. Auch der ein oder andere Zuschauer bereute es wohl, entsprechend der Jahreszeit im Rollkragenpullover gekommen zu sein.

Es folgten bekannte Weihnachtsmelodien, neue Stücke wie „Walzing Mathilda“ sowie eine – wie Karassik schmunzelnd anmerkte – bereits in der Presse angekündigte Zugabe „Süßer die Glocken nie klingen“.

Von Weihnachtsliedern bis zu "Moskauer Nächten"

Nach kurzer Umbaupause und kühlen Getränken ging es mit dem evangelischen Posaunenchor Bebra, der gerade sein 125-jähriges Bestehen kräftig gefeiert hat, weiter. Gemeinsam mit dem Publikum gesungene Weihnachtslieder, „Moskauer Nächte“ und ein „Boogie“ stellten die Vielseitigkeit der Bebraer Bläser unter Beweis. Ohne die, so Igor Karassik in seiner Moderation, würde die Nachwuchsgewinnung für einen Posaunenchor auch nicht funktionieren.

Drei Orchester in drei Stunden: Blech trifft Saiten in Ellis Saal in Weiterode

Zum Abschluss präsentierte das Eisenbahn-Blasorchester Bebra neben Klassikern wie „Rudolph, the Red-Nosed Reindeer“ und „Winter Wonderland“ unter anderem ein Medley bekannter Stücke aus Filmen mit Heinz Rühmann. Beendet wurde die Schlittenfahrt „Fahrplan-gemäß“ nach drei Stunden mit „Jingle Bells“ – Eisenbahner können eben auch pünktlich. Über den donnernden Applaus des Publikums freuten sich ganz besonders die jungen Nachwuchstalente, die beim Eisenbahnblasorchester in der ersten Reihe saßen und musizierten.

Von Thomas Landsiedel

Quelle: HNA

Kommentare