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Bebras Bibern auf der Spur: Rangerführungen starten nun in Blankenheim

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Von: Kerim Eskalen

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Begleiten die Naturerlebnisführung „Fullewasser, Biber und Co.“: die Bebraer Ranger (von links) Hubert Schreier, Jürgen Rieger und Günther Hobert.
Begleiten die Naturerlebnisführung „Fullewasser, Biber und Co.“: die Bebraer Ranger (von links) Hubert Schreier, Jürgen Rieger und Günther Hobert. © Kerim Eskalen

Die Biber-Naturerlebnisführung findet ab sofort nicht mehr am Breitenbacher See, sondern im Naturschutzgebiet „In den Weiden“ bei Blankenheim statt.

Blankenheim – Die vier beim Bebraer Ordnungsamt beschäftigten Ranger geben den Besuchern dabei unter dem Motto „Fullewasser, Biber und Co.“ spannende Einblicke in die Naturwelt Nordhessens – und vor allem in das Leben des Bebraer Wappentiers. Der erste Termin findet am morgigen Samstag, 28. Mai, statt.

Der Bereich am Breitenbacher See, wo Biber Spuren hinterlassen, beherbergt auch sonst viele schützenswerte Arten. Deshalb legt die Naturschutzbehörde Wert darauf, dass dort wirklich keinerlei menschliche Aktivitäten mehr stattfinden – es gilt ein absolutes Betretungsverbot. Übrigens auch für Hunde.

Dafür hat Ranger Jürgen Rieger Verständnis, trauert dem bisherigen Ort der Führungen aber auch ein wenig hinterher. „Es war schon optimal. Dort waren Tourismus, Naturschutz, Campingplätze und der Baggersee ein tolles Paket. Bisher konnten wir besonders auch Kindergartenkindern Führungen anbieten. Das ist nun wegen der Beschaffenheit in Blankenheim nur schwer möglich. Hier können wir nur kleine Gruppenführungen anbieten.“ Die Idee sei, den Besuchern ein Bild der Natur vor ihrer Haustür aufzuzeigen. Die Touren führen durch das hohe Gras, wo man bei schnellen Blicken nach rechts und links die ersten kleinen Naturwunder erkennen kann. Aber Obacht: Falls man hier und da nicht aufpasst, kann es passieren, dass man ohne den Hinweis eines Rangers in eine Biberrutsche fällt.

Biber ist ein „zweckbezogener Gourmet“

Der Schwerpunkt der Führungen sind Bebras Biber, deren Spuren man am Flussufer beim genauen Hinsehen und mit fachkundigen Informationen der Ranger weit und breit erkennen kann. Die Tiere haben die Landschaft um das Naturschutzgebiet maßgeblich umgestaltet. Drei Fußballfelder groß ist das Gebiet, das eine Biberfamilie mit sieben Dämmen neu angelegt hat. Dabei ist der Biber jedoch kein Feinschmecker, sondern laut Jürgen Rieger eher ein „zweckbezogener Gourmet“, der nur das isst, was er braucht.

Allerdings werden die Biberplätze immer knapper, da Biber ihre Jungtiere ab einem gewissen Alter wegschicken und andere Plätze an den Flussarmen bereits belegt sind. So müssen sie oft weite Wege von mehreren Kilometern zurücklegen. Doch bei den Führungen geht es nicht nur um Biber. Die Ranger haben zum Beispiel Tipps und Tricks parat, wie man einen Mückenstich mit bestimmten Pflanzen sofort behandeln kann, Warzen entfernt bekommt und wie man die Wasserqualität anhand der Tiere vor Ort bestimmen kann.

Die Führungen starten an der Fuldabrücke in Blankenheim. Beginn der ersten Führung am neuen Ort ist diesen Samstag um 10 Uhr. Voranmeldungen sind bis 12 Uhr am Vortag möglich und erforderlich, da maximal 16 Personen teilnehmen können.

Die Teilnahme kostet 7,50 Euro, unter 16-Jährige zahlen drei Euro und Familien 17,50 Euro. Die nächsten Termine sind am 6. und 19. Juni. Weitere Infos bei der Tourist-Information Bebra unter Tel. 0 66 22/90 23 10 0. (Kerim Eskalen)

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