125-jähriges Bestehen

Bebraer Posaunenchor feierte Jubiläumskonzert in der Auferstehungskirche

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Konzert im „Heimatbetriebswerk“: Zu den Gästen, die dem Bebraer Posaunenchor auf musikalische Weise zum 125-jährigen Bestehen gratulierten, zählte auch der Bebraer Gospelchor unter der Leitung von Irene Lochner, der sich auf der Orgelempore positioniert hatte.

Vor 125 Jahren wurde der Posaunenchor Bebra aus der Taufe gehoben, am frühen Sonntagabend feierten die Bläser ihr Jubiläum.

Das Konzert fand - mit Unterstützung von Bläsern aus der Nachbarschaft und somit einem auf 35 Köpfe angewachsenen Projektchor - in der Bebraer Auferstehungskirche statt, sozusagen dem „Heimatbetriebswerk“ des Posaunenchors der Eisenbahnerstadt.

Da spielte kein Dampfross mit wuchtigen alten Wagen auf, sondern ein aerodynamisch getrimmter, schnittiger und eben von benachbarten Betriebswerken verstärkter Intercity, der Langsam- und Schnellfahrstellen mit Bravour passierte und auf vielfältige Art und Weise überzeugte. Der Mittelgang der gut besuchten Auferstehungskirche erstrahlte dabei in neuer, von Alt-Chorleiter Ernst Roßkopf gespendeter Kerzenbeleuchtung.

Bereits die vom jungen Sulzbach-Rosenberger Kirchenmusikdirektor Gerd Hennecke erdachte Adventsouvertüre, mit der das Konzert eröffnet wurde, war ein Genuss. Festlich und fröhlich gaben die Jubilare ihr Bestes, um im Anschluss daran mit der Gemeinde das Adventslied schlechthin anzustimmen: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“.

Urgestein: 74 Jahre lang bläst Ernst Roßkopf (vorne) jetzt schon im Posaunenchor.

Später folgten die Werke „La Chancon“ und „Moskauer Nächte“ – wie sollte es bei Igor Karassik, dem aus Weißrussland stammenden, seit 15 Jahren in Bebra dirigierenden Chorleiter anders sein. Dafür sowie für „Spaß mit As und The King Rag“ und die „Intrada Amabile“ gab es von den Kirchenbesuchern jede Menge Beifall.

Beifall für die Posaunenchorarbeit „klatschten“ von der Orgelempore herab auch der Kirchenchor und der Gospelchor der Gemeinde, beide geleitet von Irene Lochner. Einmal eher traditionell („Weil Gott in tiefster Nacht erschienen“), einmal gospelig lebendig („Shines the Light“). Ausrufezeichen setzte auch das von Andrea Wetterau geleitete, verstärkt angetretene Flötenquartett der Gemeinde („Was soll das bedeuten“).

Stehender Applaus für "Abendsegen" aus "Hänsel und Gretel"

Pfarrer Alexander Ulrich verstand es, die Balance zu halten zwischen Konzert und Adventsandacht, indem er etwa mit Worten des Propheten Sacharja und einem am alltäglichen „Vorweihnachtsbetrieb“ orientierten Gebet auf die Ankunft des Gottessohnes einstimmte.

Der Bebraer Posaunenchor unterstrich das mit der Weise „Singet fröhlich im Advent“, mit „Chuppa“ und „Boogie“ und als Zugabe mit dem wunderschönen, von Igor Karassik schon zu Beginn seines Wirkens arrangierten „Abendsegens“ aus Engelbert Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“, vom Publikum in der Auferstehungskirche mit stehendem Beifall bedacht.

Quelle: HNA

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