Eigenes Leitungsnetz

Bahn erneuert Strommasten bei Lispenhausen und Bebra

Gut gesichert in luftiger Höhe auf Mast 1310: Die Freileitungsmonteure Max Oppermann und Martin Kielholz bauen mit ihren Kollegen neue Masten für die Bahnstromleitung Bebra-Nörten-Hardenberg. 

Lispenhausen. Auf einer Strecke von 67 Kilometern erneuert die DB Energie derzeit das Bahnstromleitungsnetz zwischen Bebra und Nörten-Hardenberg. 

Im ersten Bauabschnitt werden derzeit Strommasten oberhalb von Lispenhausen erneuert. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis 2021. 20 Millionen Euro werden investiert, erklärte ein Sprecher der Bahn.

Bei dem aktuellen Bauabschnitt sind hauptsächlich landwirtschaftliche Flächen betroffen. Die Grundstückseigner waren von der Bahn angeschrieben und um Zustimmung gebeten worden, auch weil vorübergehend neue Zuwege angelegt wurden. Die werden nach Abschluss der Arbeiten zurückgebaut, sagte der Bahn-Sprecher weiter.

Zunächst wird jeweils neben dem vorhandenen Mast ein provisorischer Mast aufgestellt, der für die Dauer der Bauarbeiten die Leitungen trägt. Der alte Mast wird dann abgetragen, das Fundament herausgebrochen und durch ein neues ersetzt. Anschließend wird der neue Mast aufgestockt, schildert der BahnSprecher das Vorgehen. Wenn drei neue Masten stehen, werden die neuen Leiterseile aufgelegt, der provisorische Mast abgebaut. 227 Masten werden so auf der Strecke erneuert.

Arbeitsplatz mit Aussicht: Auf landwirtschaftlichen Flächen oberhalb von Lispenhausen und Bebra werden die 1963 errichteten Strommasten erneuert. Unser Bild zeigt im Hintergrund das HKZ und im Tal Rotenburg mit Morgennebel.

Die neuen Leiterseile, die nun verlegt werden, sind bis auf 80 Grad erwärmbar, das heißt, mehr Strom kann fließen als bei den alten, die sich nur bis 40 Grad erwärmen ließen.

Die Bahn hat ein eigenes Stromnetz, das, anders als das öffentliche, auf 16,7 Hertz ausgelegt ist. Der Bahn-Sprecher sagte, dass es bei der DB Energie die höchste Versorgungssicherheit Europas gebe.

Bahnstromnetz ist 7900 Kilometer lang

Die Bahn verfügt über ein eigenes Stromnetz, das den Strom von Einspeisepunkten zu den an den Strecken gelegenen Unterwerken transportiert. Diese Unterwerke finden sich etwa alle 50 bis 70 Kilometer an den Bahnstrecken und leiten den Strom in die Oberleitung. Das Stromnetz der Bahn ist 7900 Kilometer lang und wird zu 70 Prozent aus Kraftwerken und zu 30 Prozent aus dem öffentlichen Netz gespeist. Es handelt sich um 110kV-Leitungen. Die Versorgungssicherheit liege bei 99,9 Prozent, erklärte ein Sprecher der Bahn.

Auch interessant

Mehr zum Thema

BebraRotenburg (an der Fulda)
Kommentare zu diesem Artikel