Denkmalgeschütztes Objekt am Bahnhof

Arbeiten für 5,7-Millionen-Sanierung des Inselgebäudes in Bebra gehen los

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Holz statt Metall: Ein geschlossener Bauzaun wird derzeit um das Inselgebäude gezogen. Die ersten Arbeiter sind bereits vor Ort.  

Die Arbeiten am Inselgebäude am Bahnhof Bebra haben begonnen. Was daran zu sehen ist, dass vom Bahnsteig aus nicht mehr viel vom historischen Gebäude zu sehen ist.

Seit vergangener Woche wird das 5,7 Millionen Euro schwere Sanierungsobjekt inmitten der Gleise mehr und mehr von einem Bauzaun-Korsett aus Holz umschlossen. Noch in diesem Jahr sollen die Gerüste folgen.

Zwei Gewerke sind bereits vor Ort und bereiten die Baustelle sowie die Entkernung und Sanierung vor. Bis Anfang kommender Woche sollen weitere Arbeiten auf den Weg gebracht werden: Dachdecker- und Zimmerarbeiten, Aufzug- und Trockenbau, Elektroarbeiten – insgesamt 14 Gewerke werden zunächst ausgeschrieben. Bis das Inselgebäude Ende 2019 fertig sei, werde die Zahl auf etwa 20 Gewerke ansteigen, so Bebras Bauamtsleiter Patrick Schuster.

Bahnreisende sollen nicht beeinträchtig werden

Dass rund um das Inselgebäude ein geschlossener Bauzaun aus Holz gezogen wird und nicht einer der üblichen Metallzäune, hat zwei Gründe. Zum einen leitet Metall elektrischen Strom – sollte eine der nahen Oberleitungen aber auf den Holzzaun fallen, ist das weniger ein Problem. Zudem dient der Zaun als Staubschutz für Bahnreisende. Die werden von den Arbeiten nicht beeinträchtigt: Die Bahnsteige an den Gleisen 3, 5 und 8 sowie der gemeinsame Fahrstuhl bleiben erreichbar.

Bahnübergang für die Arbeiter: An der Park-and-Ride-Anlage an der Ostseite des Bahnhofs können Baustellenfahrzeuge - in enger Abstimmung mit der Bahn - auf die nördliche Inselspitze fahren.

In das denkmalgeschützte Inselgebäude sollen unter anderem die Stadtentwicklung Bebra (SEB) und eine Ausstellung zum ehemaligen Grenzbahnhof Bebra einziehen. Für die Sanierung hat das Land Hessen 2,9 Millionen Euro Fördergeld freigegeben, wie die Landtagsabgeordnete Lena Arnoldt (CDU) mitteilt. Aus dem Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus fließen 2,2 Millionen Euro. Rund 600 000 Euro zahlt die Stadt Bebra.

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