Spenden für das Wahrzeichen

Neuer Kalender: Erlöse kommen Erhalt von Lokschuppen und Drehscheibe in Bebra zugute

Setzen sich für ihre Heimat ein: Robert Cavalier und Eva Köck vom Förderverein Industriedenkmal Bebra präsentieren den neuen Lokschuppen-Kalender für das Jahr 2021.
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Setzen sich für ihre Heimat ein: Robert Cavalier und Eva Köck vom Förderverein Industriedenkmal Bebra präsentieren den neuen Lokschuppen-Kalender für das Jahr 2021.

Mit dem Thema „Lokomotiven und Menschen im Bahnhof Bebra“ erscheint der neue Lokschuppen-Kalender für das kommende Jahr.

Bebra – Der Kalender gehört mittlerweile schon zur guten Bebraer Tradition und wurde vom Förderverein Industriedenkmal Bahnhof Bebra und der Stadtentwicklung ins Leben gerufen. Robert Cavalier, Vorsitzender des Fördervereins, engagiert sich seit der Gründung des Vereins im Jahr 2011 für den Erhalt des Denkmals. Der Lokschuppen und die Drehscheibe liegen ihm als Wahrzeichen der Stadt sehr am Herzen.

Die unter Denkmalschutz stehende Drehscheibe ist in dieser Form einmalig in Deutschland. Bei dem Bebraer Exemplar handelt es sich um eine sogenannte Segmentdrehscheibe: Sie dreht sich nur um 270, statt um 360 Grad. Der Grund dafür ist schlicht und einfach Platzmangel durch Gleis Eins.

Drehscheibe und Lokschuppen wurden 1876 fertiggestellt. Bis Ende der 1960er Jahre wurde die Drehscheibe verwendet, um die Loks zu drehen. Anfangs hatte sie einen Durchmesser von 16 Metern, aufgrund der immer länger werdenden Loks wurde sie auf 26 Meter verlängert. 60 Jahre nach der Außerbetriebnahme ist die Scheibe nicht mehr funktionsfähig und mit Unkraut überwuchert. In der Grube lagert Eisenschrott. Die Holzbalken sind morsch. Der Förderverein möchte die Drehscheibe erhalten und nach Möglichkeit ihre Funktion wiederherstellen.

Die ersten Schritte in diese Richtung sind bereits gemacht: Der Eisenschrott wurde durch die Firma GUT aus Bebra entsorgt und Eva Köck, stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, und Robert Cavalier haben in einem Arbeitseinsatz das Unkraut grob entfernt. Für die weiteren Schritte wie die Erneuerung der Holzbalken werden Spezialfirmen benötigt. Die müssen bezahlt werden, und hier kommt der Kalender ins Spiel. Die Einnahmen fließen komplett in den Erhalt des Denkmals. Das Drehscheiben-Projekt verursacht laut Cavalier Kosten im fünfstelligen Bereich und wird wohl die kommenden fünf bis zehn Jahre in Anspruch nehmen. Um das Vorhaben finanzieren zu können, fließen neben dem Kalender-Erlös auch andere Spendengelder ein. Den Lokschuppen-Kalender gibt es bereits seit vier Jahren. Auch für die Zukunft ist er fest eingeplant. „Bilder und Themen gibt es genug“, sagt Robert Cavalier. Der 75-jährige gebürtige Bebraner ist schon viel in der Welt umhergereist, es hat ihn aber immer wieder zurück in seine Heimat gezogen.

Für eine Spende von 20 Euro ist der Kalender bei der Hoehlschen Buchhandlung im be! und bei der Stadtentwicklung im Rathaus erhältlich. Außerdem kann man ihn bei Robert Cavalier telefonisch bestellen unter Tel. 06622/919326.

Von Lea-Sophie Mollus

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