Uwe Hassl: Suchet der Stadt Bestes...

Bebra: Hohe Investitionen im Haushalt für 2018 eingeplant

Bebra. Viel Geld will die Stadt Bebra im kommenden Jahr 2018 ausgeben. Bürgermeister Uwe Hassl erläuterte die Pläne für den städtischen Haushalt in der letzten Sitzung des Parlaments vor Weihnachten.

Gestecke mit Kerzen, kreiert von Bauhofmitarbeitern, standen auf den Tischen der ehrenamtlichen Politiker,und es gab Plätzchen vom Vorsitzenden Herbert Börner.

Über zehn Millionen Euro sollen laut dem Zahlenwerk und vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtverordneten in Investitionen fließen, zum Beispiel:
• 2, 5 Millionen Euro für „Nationale Projekte“, das heißt das historische Bahnhofsensemble (Inselgebäude, Lokschuppen, Kesselhaus, Schornstein)
• Rund eine Million Euro für die Stadtsanierung II
• 800 000 Euro für die Robert-Bunsen-Straße
• 600 000 Euro für das Inselgebäude (öffentlicher Wartebereich)
• 430 000 Euro für ein neues Feuerwehrfahrzeug der Bebraer Wehr (HLF20)
• 365 000 Euro für die untere Nürnberger Straße (bis Röse-Kreisel).

Hassl betonte in seiner Haushaltsrede: „Das kriegen wir nicht umsonst“. Über drei Millionen Euro erwartet die Stadt an Fördergeld für die Projekte, aber 7,3 Millionen Euro muss sie an neuen Krediten aufnehmen.

So steigt die Darlehnssumme laut Plan im Jahr 2018 auf 22,8 Millionen Euro (2017: 15,5 Mio. Euro). Der Bürgermeister hofft, dass es tatsächlich nur 18 Mio. Euro werden. Insgesamt stehe die Stadt Bebra mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von aktuell 1078 Euro aber gut da.

Bei der laufenden Verwaltung (Ergebnishaushalt) rechnet der Verwaltungschef mit einem Überschuss von 84 000 Euro. Das meiste Geld aus den hier erwirtschafteten Erträgen, nämlich 11,6 Millionen Euro, muss die Stadt an Steuern und Umlageverpflichtungen wieder an andere zahlen, so etwa an den Kreis: Die Kreis- und die Schulumlage sei zusammen um rund 1,2 Mio. Euro gestiegen. Für das eigene Personal gibt die Stadt 7,2 Millionen Euro aus. Diese Summe ist gestiegen (+600 000) und fließt zu zwei Dritteln in Personal für die Kitas, erklärte Hassl.

„Wir stehen bestens da, ja wir stehen sehr gut da“, betonte der Bürgermeister, auch wenn man weiter sparsam sein müsse. So hat es noch vor drei Jahren im Ergebnishaushalt ein Defizit von 7,2 Mio. Euro gegeben.

Trotz der Stadtsanierung habe man es geschafft, das Ruder herumzureißen, meinte Uwe Hassl. Bebra erfinde sich neu. „Gemeinsam marschieren wir in eine Richtung im Parlament – zum Wohle der Stadt.“ Mit Blick auf die Konflikte in den ersten Jahren seiner Amtszeit sagte er: „Irgendwie haben wir uns ja eingekriegt. „Mit dem Bibelzitat aus Jeremias „Suchet der Stadt Bestes. Wenn es ihr wohl geht, geht es auch euch wohl“, schloss der Bürgermeister.

Ergebnishaushalt (laufende Verwaltung)

Erträge......................26, 692 Mio. €

Aufwendungen......26, 608 Mio.€

Überschuss........................84 000 €

Höchstbetrag der Kassenkredite (vergleichbar dem Überziehungskredit)......................4 Mio. €

Finanzhaushalt

Investitionen..............10,45 Mio €

Kreditaufnahme...........7,32 Mio €

Tilgung von Krediten 693 000 €

Neuverschuldung........6,63 Mio €

Schulden Ende 2017 15,5 Mio €

Schulden Ende 2018 22,8 Mio €

Pro-Kopf-Verschuldung zum 31.12.2017...........................1078 €

Der Haushaltsplan 2018 für Bebra wird in der nächsten Versammlung von den Stadtverordneten diskutiert, kann noch geändert und muss dann beschlossen werden. Es handelt sich hier um Planzahlen für das Jahr 2018.

Quelle: HNA

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