Auch im Ortskern

Bau-Boom in Ronshausen: Häuslebauer sind in der Gemeinde überdurchschnittlich aktiv

Fertig erschlossen und gefragt: Die Grundstücke des Ronshäuser Neubaugebiets Geldacker sind begehrt. Sechs der 24 Parzellen sind bereits vergeben, sieben weitere sind reserviert. Das freut Bürgermeister Markus Becker.
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Fertig erschlossen und gefragt: Die Grundstücke des Ronshäuser Neubaugebiets Geldacker sind begehrt. Sechs der 24 Parzellen sind bereits vergeben, sieben weitere sind reserviert. Das freut Bürgermeister Markus Becker.

Normalerweise werden in Ronshausen im Jahr im Durchschnitt zwei neue Häuser gebaut.

Ronshausen – Für dieses Jahr sind es bereits jetzt über ein Dutzend Bauvorhaben, die entweder schon in der Umsetzung oder in der Planung sind. Das berichtet Bürgermeister Markus Becker, der sich über diesen „wahren Bauboom in Ronshausen“ sehr freut.

Das erste Grundstück im Neubaugebiet der Gemeinde hat sich Familie Nied aus Niederaula gesichert. Ihren Wunsch-Baugrund haben sich Marion und Hans-Joachim Nied bereits im vergangenen Februar bei der Gemeinde reservieren lassen.

Warum Ronshausen? „Wir wollten gerne in die Nähe unseres erwachsenen Sohnes ziehen, der mit seiner Frau in Weiterode lebt – und da liegt Ronshausen natürlich nahe“, sagt Marion Nied. In Ronshausen fühlen sich die 54-Jährige und ihr 60-jähriger Mann auch deshalb gut aufgehoben, „weil dort alles vorhanden ist, was man zum Leben braucht“. Eine gute Infrastruktur mit Einkaufsmöglichkeiten und Geschäften – all das und vieles mehr gebe es dort.

Der erste Kaufvertrag: Marion und Hans-Joachim Nied sind die ersten, die im Ronshäuser Neubaugebiet ein Grundstück erworben haben. Das Bild mit Bürgermeister Markus Becker (links) und dem Ersten Beigeordneten der Gemeinde Ronshausen, Matthias König (rechts) entstand bei der Unterzeichnung des Kaufvertrags am 3. August beim Notar in Bebra.

Besonders wichtig ist den Nieds allerdings die Nähe zur Natur. Mit dem Eckgrundstück an der Lessingstraße am oberen Ende des Neubaugebiets Geldacker geht nun auch dieser Wunsch in Erfüllung. Ihr „naturnahes Haus am Grünen“ wollen sie auch beim Gestalten des Gartens und der Außenanlagen entsprechend selbst naturnah umsetzen. Sie wollen eine Bienenwiese anlegen und planen mit insektenfreundlichen Gehölzen – und selbst der Carport soll ein begrüntes Dach bekommen.

Den Bauantrag haben sie bereits eingereicht und ihr Traumhäuschen ist auch schon lange bestellt. Jetzt hofft das Paar, dass es im Sommer mit dem Bau losgehen kann.

Im Neubaugebiet Geldacker sind sechs der insgesamt 24 Baugrundstücke bereits vergeben. Für weitere sieben Grundstücke gebe es Interessenten, die bereits eine Reservierung bei der Gemeinde hinterlassen und sich eine Option auf ein Grundstück gesichert haben, berichtet der Bürgermeister.

Die Kosten beim Erwerb eines Baugrundstücks im Neubaugebiet betragen 67 Euro pro Quadratmeter. Diesen Preis hatte das Ronshäuser Gemeindeparlament Ende Januar 2020 mehrheitlich beschlossen. Im Durchschnitt sind die Grundstücke 840 Quadratmeter groß.

Auf dem Innenteil des Neubaugebiets will die Gemeinde zur Erhöhung der Attraktivität und für den Naturschutz auf rund 7500 Quadratmetern vorübergehend eine große Blühwiese anlegen. Sie ist laut Becker bis zur Bebauung auch der unteren Grundstücke an der Brüder-Grimm-Straße als eine optisch und naturgerecht optimale Zwischennutzung vorgesehen.

„Wenn dieser Trend so anhält, sind zum Jahresende mindestens die Hälfte der 24 Bauplätze verkauft“, sagt Becker. Neben dem Neubaugebiet werde zudem auch in der Ortslage von Ronshausen kräftig gebaut. Dort noch vorhandene Baulücken – zum Beispiel an der Straße „Am Sportplatz“ – würden gerade geschlossen.

„An drei Rohbauten wird bereits gearbeitet, wir haben vier Bauvoranfragen, die in der Genehmigungsphase sind und zudem sind zwei Grundstücksverkäufe in der Abwicklung“, berichtet Becker erfreut auch über die rege Bautätigkeit unabhängig vom Neubaugebiet. „Wenn alles gut läuft, können wir dann in diesem Jahr mindestens 15 Mal in Ronshausen Richtfest feiern.“

Von Peter Gottbehüt

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