Kirchenjubiläum

Barockorgel in Asmushausen mit ungewohnten Tönen

Wissenswertes interessant aufbereitet: Wolfgang Fehling, links, erläuterte in einer Führung die Besonderheiten der 500 Jahre alten Kirche in Asmushausen. Foto: Herbert Vöckel

Asmushausen. Gleich zweifach wurde am Wochenende in Asmushausen Jubiläum gefeiert: Seit 500 Jahren gibt es die Bergkirche, seit 300 Jahren die Barockorgel darin.

Asmushausen. Gleich zweifach wurde am Wochenende in Asmushausen Jubiläum gefeiert: Seit 500 Jahren gibt es die Bergkirche, seit 300 Jahren die Barockorgel darin.

Das war ein Jubiläumsfest mit interessanten Veranstaltungen. Ein Höhepunkt war das Konzert „Orgel anders! - Rock, Pop und Jazz an der 300-jährigen Barockorgel“. Zum Auftakt erklang ein Werk des französischen Komponisten Marc-Antoine Charpentier: Prélude aus „Te Deum“, besser bekannt als Fanfare bei Fernseh-Übertragungen der Eurovision. Zu hören waren ferner das „Largo“ von Georg-Friedrich Händel, die „Symphonie des Noels“ von Michel-Richard Delalande, die „Arietta“ von Marc Antonio Cesti und die Toccata „Lobt den Herrn“ von Hans-Friedrich Micheelsen. Der Mann an der 300 Jahre alten Barockorgel war Oliver Pleyer aus Gelnhausen. Begleitet wurde der Organist, der auch die Musikstücke ankündigte, von seiner Ehefrau Carola an Flöte und Zugposaune.

Bei einem Teil des Konzerts mussten die Besucher die gespielten Melodien erraten. Das waren drei Stück aus den Star-Trek-Filmen: „Voyager“, „Next Generation“ und „Deep Space Nine (DS9)“. Weitere Musikstücke waren die „Suite in G-Dur“ von Georg Muffat und die bekannte Melodie „Versuchs mal mit Gemütlichkeit“ (The Bare Necessities) aus dem Dschungelbuch. Selber mitsingen durften die Besucher bei Liedern aus dem Gesangbuch.

Nicht nur zuhören, sondern mitsingen: Das konnten die Besucher des „Orgel anders“-Konzerts in Asmushausen.

Zur Auswahl gehörte ferner ein Blues als Zugabe zum einstündigen Konzert: „Die ganze Welt hast Du uns überlassen (Gott schenkt Freiheit).“ Mit einem Gebet beendete Pfarrer Martin Schacht den musikalischen Abend. Unter den Besuchern war auch eine Lehrerin der Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg: Bianca Ursprung. Sie ist in Asmushausen aufgewachsen, hat hier als Kind und Jugendliche gelebt und selbst 15 Jahre lang als Organistin die Barockorgel in der Kirche gespielt. Das Orgelkonzert hat ihr gut gefallen, ebenso wie die übrigen Veranstaltungen an den drei Tagen des Kirchenjubiläums.

Dazu gehörte die Kirchenführung vor dem Orgelkonzert. Als sachkundiger Experte erläuterte Wolfgang Fehling den Besuchern alles Wissenswerte über die Bergkirche bei einem Rundgang, angefangen von der Jahreszahl über dem Eingangsportal, den verschiedenen Fenstern und dem Absatz im Kirchengebäude. Beeindruckende Zeichen vergangener Zeit sind alte Grabsteine, die neben der Kirche als Kulturdenkmäler erhalten geblieben sind.

Nach dem Konzert stand ein geselliger Abend mit Wein aus der Pfalz und Flammkuchen auf dem Programm. Bereits am Freitag war das Kirchenjubiläum mit einer Kinderkirche, einer Abendmusik und einem Tanzvergnügen gefeiert worden. Der Höhepunkt des Jubiläums war am Sonntag der Festgottesdienst in der Bergkirche mit Prälat Bernd Böttner aus Kassel.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Bebra
Kommentare zu diesem Artikel