Großes Fest

Bahnhofsvorplatz in Bebra eröffnet: Das neue Aushängeschild der Stadt

Begeisterter Festredner: Bebras Erster Stadtrat Bernd Holzhauer hatte die ehrenvolle Aufgabe, die Gäste unter dem neuen „Entrée“ des Bahnhofs an der „Bebraer Zeil“ zu begrüßen. 

Bebra. Die offizielle Eröffnung des neuen Bahnhofsvorplatzes in Bebra dürfte als großer Augenblick in die Bäwersche Geschichte eingehen. Er ist funktionell und ungewöhnlich.

Knapp drei Millionen Euro flossen aus verschiedenen Töpfen in die Neugestaltung des Bebraer Bahnhofsvorplatzes. Sehr gut angelegtes Geld, wie sich am Samstag unter blauem Festtagshimmel bei der Eröffnung des avantgardistischen Zugangs zu dem noch immer voller Stolz schlagenden Herzen der Eisenbahnerstadt herausstellte.

Von Bebras neuem Vordach mal in gleisend helles, mal in maigrün gedämpftes Licht getaucht, verfolgte eine große Zahl interessierter Bürger, wie Vertreter von Stadt, Land und Bund, Nordhessischem Verkehrsverbund (NVV) und Architekturbüros das obligatorische rot-weiße Band durchschnitten. Sie gaben damit den direkten Weg zur großzügig und barrierefrei angebundenen Unterführung frei. Anschließend stießen sie mit alten und neuen Nutzern mit Sekt und Orangensaft auf das gelungene Bauwerk und den erfolgreichen Abschluss der Umgestaltung des Bahnhofs mit den Baudenkmälern Inselgebäude und Lokschuppen an.

Die großen Zeiten

Alle dürften zugestimmt haben, als Bebras Erster Stadtrat Bernd Holzhauer bei der Begrüßung in der ihm eigenen, empathischen Art sagte: „Die Boomtown Bebra und ihre Zeil haben ein neues Aushängeschild!“ Eindrücklich erinnerte das Magistratsmitglied an die großen Zeiten des Bahnhofs, an das alte Dienstgebäude mit dem Kiosk, an Planung und Grunderwerb, an das „Realisieren der Schlüsselgewalt“. Nicht weniger eindrücklich dankte er allen am Bau Beteiligten, insbesondere dem verstorbenen Bauamtsleiter Manfred Klöpfel, „dem geistigen Vater des Projekts, dem Heimatliebe, Visionen und Durchsetzungsfähigkeit eigen waren, und der es vermochte, alles miteinander in Einklang zu bringen: Vielleicht schaut er uns ja von oben zu!“

Ehrendes Gedenken: In Anwesenheit von Ehefrau Anita und Tochter Katrin Klöpfel (links) enthüllten Erster Stadtrat Bernd Holzhauer und Stadtverordnetenvorsteher Herbert Börner eine kleine Tafel, auf der an den ehemaligen Bauamtsleiter Manfred Klöpfel, den geistigen Vater des Stadtumbaus, erinnert wird.

Café und Info-Point

Holzhauer stellte auch lobend heraus, dass Bebra mit dem am Samstag von der Pächterfamilie Fitozovic ebenfalls offiziell eröffneten neuen Café nebst Kiosk wieder über eine DB-Agentur und einen NVV-Info-Point verfüge: „Hier wird man nicht von Automaten, sondern ab 5.30 Uhr von leibhaftigen Menschen bedient!“

Die Bedeutung

NVV-Geschäftsführer Wolfgang Rausch bezeichnete das Bauwerk als architektonische Meisterleistung. Mit diesem „Entrée“ dokumentiere der NVV, dass ihm der Bebraer Bahnhof am Herzen liege und dass er seine Bedeutung behalten solle. Weitere Grußworte sprachen die Landtagsabgeordneten Lena Arnold und Dieter Franz sowie Staatsminister Michael Roth, der resümierte: „Die mühselige Arbeit und das Festhalten am Mut haben sich gelohnt. Lasst uns weitermachen, das Inselgebäude beleben und in ihm an die stolze Geschichte der Eisenbahn erinnern!“

Der große Tag

Den großen Tag feierten die Gäste dann mit kühlen Getränken, schmackhaften Grillspezialitäten und schmissiger Musik vom Eisenbahn-Blasorchester Bebra weiter.

Manfred Klöpfel gewürdigt

Einstimmig hatten die Stadtverordneten von Bebra in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, den Bahnhofsvorplatz nach dem Bauamtsleiter Manfred Klöpfel, gestorben am 1. Juli 2017 im Alter von 68 Jahren, zu benennen. 

Den gemeinsamen Antrag hatte Stadtverordnetenvorsteher Herbert Börner vorgestellt. Klöpfel habe vor etwa 18 Jahren als Bauamtsleiter seine ersten Gedanken, ja Visionen für den Umbau von Bebra vorgetragen und zunächt neben mildem Lächeln und Skepsis auch Staunen und Nachdenklichkeit geerntet. In den politischen Gremien habe man sich mehr oder weniger eingelassen auf den Röse-Kreisel, die Südtangente, die Verlegungung der Bahnhofstraße, das Einkaufszentrum „be!“, den Bahnhofsumbau – um nur einige zu nennen. Was daraus geworden sei, „sehen wir inzwischen alle“, sagte Börner. 

Der Name Manfred Klöpfel sei untrennbar mit der Stadtsanierung verbunden. Man wolle posthum danke sagen an Manfred Klöpfel, der das Bild von Bebra zum Wohle der Menschen nachhaltig und positiv verändert habe.

Großer Tag für Bebra: Bahnhofsvorplatz eröffnet

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