Täter teilweise geständig

Verwüstungen in Ronshausen: Badepark-Randalierer sind ermittelt

Pure Zerstörung: Rausgerissene Schilder und versenkte Eisenstangen sowie Tonnen voller Müll einfach ins Schwimmbecken gekippt, sind nur eines der Ärgernisse.
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Pure Zerstörung: Rausgerissene Schilder und Eisenstangen sowie Tonnen voller Müll einfach ins Schwimmbecken gekippt. Sie sind nur ein Teil der Schäden, den die Täter im Ronshäuser Badepark anrichteten.

Im Fall der Verwüstungen und Sachbeschädigungen im Ronshäuser Badepark hat die Polizei fünf Tatverdächtige ermittelt.

Ronshausen – Ungebetene Besucher hatten die Schäden in der Nacht zum Sonntag, 27. Juni, dort angerichtet. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Fulda sei das Verfahren zwar aktuell noch nicht registriert, aber bereits durch die Polizeistation Rotenburg dorthin abgegeben worden.

„Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich um fünf männliche Tatverdächtige im Alter zwischen 16 und 18 Jahren“, sagt Oberstaatsanwältin Dr. Christine Seban, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Fulda, auf Anfrage unserer Zeitung. Die Beschuldigten seien teilweise geständig und auch reuig.

Der Tatverdacht gegen zwei der Beschuldigten habe sich aufgrund einer Zeugenaussage ergeben – die weiteren Tatverdächtigen seien durch die Vernehmungen der beiden ersten Beschuldigten aufgrund von deren Angaben ermittelt worden. Alle fünf Beschuldigten stehen nun unter Verdacht, in der Nacht zum Sonntag, 27. Juni, in das Ronshäuser Schwimmbad eingedrungen zu sein und dort derart gewütet zu haben, dass Bürgermeister Markus Becker und die gerufenen Polizeibeamten am Sonntagmorgen nur noch mit Fassungslosigkeit die angerichteten Schäden betrachten konnten.

In purer Zerstörungswut sollen sie mehrere Mülltonnen samt Inhalt ins Becken geworfen, Tische und Stühle zusammengetreten, mutwillig zerbrochen und teilweise ins Becken geworfen haben sowie eiserne Absperrstangen und schwere Füße, die sonst für die Standhaftigkeit von Verkehrsschildern sorgen, aus deren Halterungen gerissen und ebenfalls im Becken versenkt haben. Das Edelstahlbecken sei hierdurch am Boden beschädigt worden.

Als Folge der Verwüstungen musste der Badepark vorübergehend geschlossen werden, bis alles gereinigt und die angerichteten Schäden beseitigt waren. Diese beziffert die Gemeinde laut Bürgermeister mit geschätzten 15.000 Euro.

Die Jugendlichen werden sich nun voraussichtlich vor Gericht für diese Taten verantworten müssen. Wann es zur Anklage kommt beziehungsweise welches Strafmaß die mutmaßlichen Täter zu erwarten haben, steht zum jetzigen Zeitpunkt laut Oberstaatsanwältin Seban allerdings noch nicht fest. (Peter Gottbehüt)

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