Zögerliche Haltung zur neuen Regelung der Gebühren

Kostenlos in die Kita: Kommunen im Kreis sind skeptisch

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Kinder in der Kita.

Hersfeld-Rotenburg. Die Kitagebühren in Hessen werden künftig weitgehend abgeschafft. Ab August 2018 sollen alle drei Kindergartenjahre für jeweils sechs Stunden am Tag beitragsfrei sein.

Im Kreis Hersfeld-Rotenburg steht man dem noch mit einer gewissen Skepsis gegenüber.

Aktuell spreche man nur von einer Absichtserklärung und noch nicht von einem Beschluss, stellt Horst Gerlich vom Fachbereich Generationen der Stadt Bad Hersfeld klar. Von daher bliebe erst einmal abzuwarten, welche Ausführungsbedingungen es konkret geben werde. Momentan wären von der Neuregelung etwa 870 Kinder betroffen: So viele Drei- bis Sechsjährige besuchen in der Kreisstadt die Einrichtungen städtischer, kirchlicher und freier Träger.

In Rotenburg und Bebra, wo es derzeit jeweils insgesamt etwa 450 Kinder in den Betreuungseinrichtungen gibt, begrüßt man die Freistellung der Elterngebühren für über Dreijährige grundsätzlich. Dennoch erachtet man auch hier noch viele Details als ungeklärt. „Die Einschätzung über finanzielle und gegebenenfalls auch personelle Auswirkungen sind schwer“, sagt Uli Rathmann, Ansprechpartner zum Thema Generationen bei der Stadt Bebra. Bisher bliebe jede Menge Raum für Spekulationen.

Nicht nur zögerlich, sondern sogar deutlich skeptisch ist man dagegen in Heringen. Es sei gut, dass Eltern mit Kindern ab dem dritten Lebensjahr entlastet würden, meint Matthias Hujo vom Fachbereich Bürgerdienste.

Den Schritt, eine optimale und individuelle Förderung aller Kinder zu gewährleisten, ginge man bei dem Vorhaben jedoch leider nicht konsequent bis zum Schluss – zielführender wäre eine Befreiung ab dem ersten Lebensjahr. In Heringen besuchen aktuell etwa 200 Kinder die Einrichtungen kommunaler Träger.

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Von Kristina Marth

Quelle: HNA

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