Marktlage für Azubis bleibt bestens

Ausbildung: Im Kreis Hersfeld-Rotenburg gibt es mehr Stellen als Bewerber

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Stellenangebote auf Zetteln stecken in einer Wandtafel mit der Überschrift Ausbildungsangebote. 

Hersfeld-Rotenburg. Im Kreis Hersfeld-Rotenburg gibt es im Schnitt für 100 Bewerber 125 Ausbildungsstellen. Damit ist die Ausbildungsmarktlage deutlich günstiger als im Hessendurchschnitt.

Landesweit stehen dort 100 Bewerbern gerade einmal 86 Stellenangebote gegenüber.

„Der momentane Bedarf im Landkreis ist mit eigenen Bewerbern aus der Region nicht zu befriedigen“, sagt Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda, zu den aktuellen Zahlen des zu Ende gegangenen Geschäftsjahres der Berufsberatung. Deshalb sei es nötig, alle Rekrutierungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten auszuschöpfen. Erfreulich sei, dass der Bewerberrückgang der vergangenen Jahre gestoppt werden konnte. 858 junge Frauen und Männer haben über die Arbeitsagentur und das Kreisjobcenter eine Lehrstelle gesucht – was einem Plus von 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Ebenfalls um 3,2 Prozent gestiegen ist auch das Angebot seitens der Unternehmen: Bei 1072 liegt die Zahl der Ausbildungsplätze, die der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur rekrutiert hat. „Für die jungen Menschen in der Region ist dies eine komfortable Situation, während unsere Ausbildungsbetriebe zunehmend Probleme bei der Sicherung ihrer künftigen Fachkräfte haben“, erklärt Dombrowski.

„Wir müssen die Fahne für unser duales Ausbildungssystem immer wieder hochhalten“, sagt Hans-Wilhelm Saal, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, der sich aber zufrieden zeigt: Das Handwerk habe deutlich besser abgeschnitten, als befürchtet – „der Zuwachs ist da.“

Zufrieden ist auch Tobias Binder, Leiter des Servicezentrums Hersfeld-Rotenburg der Kreishandwerkerschaft. Angesichts eines Zuwachses von 40 Ausbildungsverträgen spricht er von „einem konstant positiven Niveau“. Aktuell sind 61 Ausbildungsplätze unbesetzt, 22 Bewerber haben keine Stelle gefunden.

Die Bilanz der Daten zur Ausbildungsvermittlung, die die Agentur für Arbeit am Montagnachmittag vorgestellt hat, bedeutet nicht das Ende der Vermittlungsaktivitäten. Jugendliche und junge Erwachsene, die bislang weder einen Ausbildungsplatz noch eine Alternative gefunden haben, sollten sich zur Nachvermittlung bei der Agentur für Arbeit melden. Auch für die zurzeit noch unversorgten Bewerberinnen und Bewerber würden die Vermittlungsbemühungen fortgesetzt, betont Ottokar Schwerd, Leiter der Berufsberatung der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda. Eine Terminvereinbarung ist möglich unter der kostenfreien Service-Nummer 08 00/4 55 55 00.

Quelle: HNA

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