Unterm Dach tut sich was

Ausbau der Bebraer Kita Tabalugaland zur Bildungs- und Begegnungsstätte

Die städtische Kita: Sie wird um zwei Gauben erweitert, die optisch an die bestehenden angepasst werden. Foto:  Schankweiler-Ziermann

Bebra. Eine Bildungs- und Begegnungsstätte soll unter dem Dach der Kindertagesstätte Tabalugaland entstehen. Sobald die Baugenehmigung vorliegt, gehen die Arbeiten am Bünberg los.

Nach den Plänen des Teams Planquadrat (Bebra) wird ein Teil des großzügigen Dachgeschosses ausgebaut. Dazu werden zwei große Gauben aufgesetzt, die im Dachgeschoss Platz schaffen: Die Pläne sehen einen Veranstaltungs- und Seminarraum (68 Quadratmeter) vor sowie ein Café (36m²) vor. Auf einer Nutzfläche von 135 Quadratmetern sind außerdem eine Garderobe, Toiletten und eine kleine Küche vorgesehen. Schon im Sommer soll die Begegnungsstätte bezogen werden – wenn alles klappt wie vorgesehen.

Das erklärte Uli Rathmann vom Fachbereich Generationen der Stadt Bebra.

Hassl: „Überfälliger Schritt“

Bürgermeister Uwe Hassl erklärt zu dem Vorhaben, es handele sich bei der Begegnungsstätte um eine lang gehegte Idee in politischen Kreisen. „Es leben etwa 50 unterschiedliche Nationen in Bebra, und wir sind als familiengerechte Stadt zertifiziert. Für mich ist das ein längst überfälliger Schritt, um gerade auch in dieser schwierigen Zeit für Frieden, Kommunikation und Integration zu werben“, sagt Hassl.

Man wolle bei den Menschen andocken, die sowieso schon in der Kita sind, formuliert Uli Rathmann, „wir gehen dahin, wo die Menschen sind“. Hier sei die Zugangsschwelle niedrig. Viele Kinder mit Migrationshintergrund besuchen die Kita, auch geflüchtete Kinder.

Zum Beispiel sollen die Vereine künftig die Möglichkeit haben, sich hier vorzustellen. Denn neben Fußball gibt es ja noch viele andere Angebote, wie etwa das DRK oder den Karateverein, aber auch den Islamischen Kulturverein, die häufig nicht so bekannt seien. An Bildungsangeboten sind zum Beispiel Lesungen geplant, Themen wie Ernährung, Schulsozialarbeit, Infos zum Jugendzentrum und anderes mehr. Weiterhin sind beispielsweise vorgesehen: • Fortbildungen, • Elterngespräche, • Logopädie und Ergotherapie, • Vorschularbeit • Kurse wie etwa ein Sprachkurs, Musikalische Früherziehung und • Beratungsangebote.

Später Familienzentrum

Zunächst soll ein Begegnungszentrum aufgebaut werden. Angedacht ist aber schon jetzt die Weiterentwicklung zum Familienzentrum. Als solches könne man vonseiten der Stadt mit einer Förderung von einem Drittel über das Leader-Programm für eine sozialpädagogische Kraft rechnen.

Finanziert wird der Ausbau des Kita-Dachgeschosses zur Bildungs- und Begegnungsstätte von der Stadt Bebra. Kostenpunkt: rund 220 000 Euro. Für die Ausstattung ist ein Antrag auf Leadermittel gestellt.

Quelle: HNA

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